Eichholz war ein Gutsbezirk in der Nähe von Bad Belzig, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Bereits 1452 wurde er in den Quellen als wüst bezeichnet. In den folgenden Jahrhunderten blieb er als selbstständige Siedlung verschwunden, bestand jedoch als Verwaltungs- und Wirtschaftsfläche fort.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 101) Die Fläche liegt heute im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geschichte und Etymologie Der Ort erschien 1375 erstmals als Eycholtz im Landbuch Karls IV. und wurde 1452 in den Quellen als wüst bezeichnet. Der frühere Name wandelte sich in Varianten wie Eyckholcz, Eyckholtz und später Eichholz, im Volksmund auch Geest genannt. 1861 ist zusätzlich die Bezeichnung Eichholz, Heiligegeist-Vorwerk belegt. Der Name lautet so viel wie „Dorf am Eichenwald, -gehölz“Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 50, ISBN 3-937233-17-2..

In der Besitzgeschichte ist im Jahr 1375 die Familie Bruseke als Inhaber mit Ausnahme von Hebung der Kirche in Werbig genannt. Vor 1555 bis 1858 gehörte das Areal zum Hospital zum Heiligen Geist in Belzig, das dort eine Holzmark besaß, von der Teile zu Ackerland umgewandelt wurden. 1596 wurde das Vorwerk samt Gebäuden an die Familie von Thümen verpachtet, wobei jährlich ein Stück Acker mit acht Scheffel Getreide bestellt werden konnte. Von 1858 bis 1872 befand sich Eichholz im Besitz der Familie Brandt von Lindau in Schmerwitz.

Im Jahr seiner Ersterwähnung zählte Eichholz 21 Hufen, davon drei im Besitz des Schulzen. 1452 wurde entschieden, dass der wüste Ort der Vogtei Görzke und damit der Mark Brandenburg zugeordnet bleiben solle. Für das Jahr 1555 ist die Nutzung des Geländes als Holzmark belegt, und 1837 wurde der Ort erneut als Vorwerk mit fünf Wohnhäusern beschrieben. 1858 umfasste Eichholz 788 Morgen, davon 1 Morgen Gehöfte, 3 Morgen Gartenland, 703 Morgen Ackerland und 81 Morgen Wald. Nach 1885 wurden die Gebäude abgetragen und die Fläche dem Gutsbezirk Schmerwitz eingegliedert.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 101)

Einzelnachweise

Kategorie:Gutsbezirk (Preußen) Kategorie:Ersterwähnung 1375 Kategorie:Wiesenburg/Mark