Hugo Soto (* 15. Januar 1953 in Corrientes; † 2. August 1994 in Buenos Aires) war ein argentinischer Schauspieler und bildender Künstler. Er wurde vor allem als Schauspieler, insbesondere durch seine Hauptrolle in dem Film Rantes – Der Mann, der nach Süden schaut von Eliseo Subiela bekannt, doch er widmete sich mit nicht minderer Intensität der Malerei.
Biografie
Hugo Soto wurde in der Stadt Corrientes im Nordosten Argentiniens geboren. Getrieben von einem großen Interesse für Malerei und Bühnenbild, ließ er sich um 1972 in Buenos Aires nieder, wo er drei Jahre lang bei dem Künstler Carlos Gorriarena (1925–2007) Malerei studierte.
Er tauchte in das Theaterleben von Buenos Aires ein, und 1975 bot der Regisseur José María Paolantonio Soto seine erste Filmrolle in der Komödie La película an, in der er „Truffini“, einen jungen Cineasten, spielte. In der Folge gewann Soto als Theaterdarsteller zunehmend an Bekanntheit und wurde bald in das feste Ensemble des renommierten Teatro San Martín aufgenommen.
Seine Filmkarriere entwickelte sich Mitte der 80er Jahre. Die Independent-Regisseurin Luz Álvarez besetzte Soto als Hauptdarsteller in ihrem Kurzfilm La mudanza, bei dem sie auch als Produzentin fungierte. Eliseo Subiela inszenierte ihn 1986 in einer Adaption des Romans Morels Erfindung von Adolfo Bioy Casares, und später in Rantes – Der Mann, der nach Süden schaut, einer Hauptrolle, für die er den Preis Cóndor de Plata gewann.
Seine künstlerische Arbeit wurde in Galerien in den Vereinigten Staaten, der Schweiz und Italien ausgestellt. 1983 gewann er den vom Museo Sívori ausgeschriebenen ESSO-Preis für Holzskulptur.
Seine Rolle für den Film Lo que vendrá von 1988 wurde mit dem Premio ACE von der Asociación de Cronistas del Espectáculo de la Argentina ausgezeichnet. Er spielte in den Filmen Los Amores de Kafka und Ich, die Unwürdigste von allen von María Luisa Bemberg mit. 1991 spielte er in Dios los cría, dem letzten Film von Fernando Ayala, die Rolle des Ángel, eines homosexuellen Mannes, der regelmäßig eine LGBT-Disco besucht. Er erschuf 1992 die Skulpturen für die Produktion von Die dunkle Seite des HerzensAbspann des Films Die dunkle Seite des Herzens und arbeitete ein letztes Mal im Kino mit dem Film über Victoria Ocampo Cuatro caras para Victoria, von Oscar Barney Finn.
Hugo Soto starb 1994 im Alter von 41 Jahren an den Folgen von AIDS. Anlässlich des zehnten Jahrestags seines Todes präsentierte das Centro Cultural Recoleta im Jahr 2004 eine Ausstellung, die dem bildnerischen Schaffen von Hugo Soto gewidmet war und den Titel „Paisajes internos“ trug.
Filmografie 1975: Der Film (La película) 1985: La mudanza (Kurzfilm) 1986: Morels Erfindung 1986: Rantes – Der Mann, der nach Süden schaut (Hombre mirando al sudeste) 1987: Chino Basic. un viaje informático 1988: Los amores de Kafka 1988: Lo que vendrá 1989: Gente Decente 1989: Nunca estuve en Viena 1989: Letzte Bilder eines Schiffbruchs (Últimas imágenes del naufragio) 1990: Ich, die Unwürdigste von allen (Yo, la peor de todas) 1991: Dios los cría 1991: El Evangelio según Marcos 1992: Cuatro caras para Victoria
Theater (Auswahl)
JahrStückAutorRegieAnmerkungen1973El mundo de la flor verdeMane Bernardo, Sarah BianchiDoriaTMGSM, Kindertheater1978Anna ChristieEugene O’NeillSantángeloTMGSM1980Die Geschichte vom SoldatenCharles Ferdinand Ramuz, Igor StravinskyAna ItelmanTMGSM1980–1981HamletWilliam ShakespeareOmar GrassoTMGSM1980, 1982El organitoArmando y Enrique Santos DiscépoloSantángeloTMGSM1981–1982The AlchemistBen JonsonAlejandra BoeroTMGSM1982El burgués gentilhombreMolièreJosé María PaolantonioTMGSM1983Der TotentanzAugust StrindbergLaura YusemTMGSM1983–1985Maria StuartFriedrich SchillerM. SantángeloTMGSM1984–1985Alle meine SöhneArthur MillerEmilio Basaldúa, Roberto CastroTMGSM1984–1985Galileo GalileiBertolt BrechtJaime KoganTMGSM1985FuenteovejunaLope de VegaRoberto VillanuevaTMGSM1985Cuatro caballetesEugenio GrifferoOmar GrassoTMGSM1986Stützen der GesellschaftHenrik IbsenRoberto VillanuevaTMGSM1992Die GlasmenagerieTennessee WilliamsHugo UrquijoTeatro Regina1993True WestSam ShepardTina SerranoTeatro de la Comedia
Weblinks
Hugo Soto en el Centro Cultural Recoleta Chino Basic (Secretaría de Ciencia y Técnica de la Nación. 1987) Alternativa Teatral: Hugo Soto
Einzelnachweise
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