Ludwig Fauth (* 30. Juni 1897 in Ludwigshafen; † 18. Februar 1953 in Pirmasens) war ein Verfolgter des Naziregimes und nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter der drei Höheren Schulen in Pirmasens.Bernhard Kukatzki, Dunja Maurer: Juden in Pirmasens: Spuren ihrer Geschichte, Stadt Pirmasens, Stadtarchiv, 2004, ISBN 978-3-00-012870-7, 2. Auflage 2017, S. 478-489: Otmar Weber: Dr. Ludwig Fauth Die treue zu seiner jüdischen Frau war sein Verbrechen
Lebenslauf Fauth machte im Juli 1916 das Abitur in Neustadt an der Weinstraße und studierte von 1919 bis 1922 an der Universität Würzburg Mathematik und Physik. Im Juli 1926 promovierte er an der Universität Würzburg. Von 1922 bis 1934 lehrte er an der Realschule in Winnweiler, dort wurde er 1931 zum Studienrat ernannt. Im November 1934 wurde er Studienrat an der damaligen Oberrealschule Pirmasens. Ab 15. September 1937 wurde er zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Er galt als „jüdisch versippt“, da seine Ehefrau Elisabeth (geborene Levi) unter der nationalsozialistischen Regierung als „nicht arisch“ eingestuft war. Während der Zeit des Nationalsozialismus bestritt Fauth seinen Lebensunterhalt mit Nachhilfestunden und als Laborant bei einem befreundeten Arzt; zeitweilig lebte er in Neustadt an der Weinstraße. Die Zwangspensionierung endete am 30. Juni 1945.
Von den US-Amerikanern und der darauf folgenden Französischen Militärregierung wurde Fauth zum Leiter der drei Höheren Schulen in Pirmasens ernannt. Im November 1946 wurde er durch das deutsche Oberpräsidium Hessen-Pfalz zum Oberstudiendirektor an die Oberrealschule Pirmasens berufen. Er starb am 18. Februar 1953.
Einzelnachweise
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