Hermann Rösingh (* 1763; † 1837) war ein ostfriesischer Kommunalpolitiker und langjähriger Bürgermeister in Emden sowie Präsident der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer.
Leben Hermann Rösingh wurde 1763 als Sohn des Stadtsekretärs Johann Rösingh (1725–1772) und seiner Frau Helene Pauline von Wingene (1734–1805) aus Emden geboren. Sein Großvater mütterlicherseits war der emder Bürgermeister Enno Paul von Wingene, sein Bruder war der Justizkommissar und Senator Gerhard Rösingh.
1806 wurde er zum Bürgermeister der Stadt Emden gewählt, bis am 5. März 1811 der vom Kaiser Napoleon ernannte Präfekt Joseph Jeannesson die Leitung der Verwaltungsgeschäfte übernahm. Hermann Rösingh übernahm 1811 zusätzlich zu seiner Funktion als Richter des Tribunals erster Instanz des Arrondissements Emden kurzzeitig und provisorisch das Amt des Maire. In dieser Funktion war er beauftragt, die Bildung einer Kommerzkammer entsprechend der Resolution von 1803, die Organisation und Befugnisse der französischen Handelskammer betreffend, voranzutreiben.
1813 wurde Rösingh als Bürgermeister wiedergewählt und verblieb in dieser Position bis zu seinem Tod 1837.
1822 trat er außerdem der zwei Jahre zuvor gegründeten Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer bei. Nach jahrelangem Engagement für die Gesellschaft und Mitwirken in verschiedenen Kommissionen, übernahm er ab 1831 bis zu seinem Tod die Präsidentschaft des Vereins. Nach damaligem Brauch stiftete er der Sammlung des Vereins zwei kleine Seestücke.
Einzelnachweise
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