mini|La Vie au grand air vom 4. August 1906, René Pottier La Vie au grand air (Das Leben im Freien) war eine französische Sportillustrierte, die zwischen 1898 und 1922 erschien.Siehe Literaturliste Gervais 2011, S. 453–463
Geschichte La Vie au grand air wurde von dem Sportjournalisten und späteren Medienunternehmer Pierre Lafitte in Zusammenarbeit mit der Druckerei J. Rueff et Cie, Éditeurs gegründet und war hauptsächlich mit Reproduktionen von Fotografien von Sportlern in Aktion illustriert. Die Zeitschrift, die am 1. April 1898 zum Preis von 25 Centimes für ein 16-seitiges Heft erschien, das zu 70 % aus Fotos bestand, kam zunächst alle zwei Monate heraus, wurde dann zu einer Wochenzeitschrift, wobei ihr Preis kurz vor dem Ersten Weltkrieg schrittweise auf 50 Centimes stieg. Ab Ende 1898 zierte vor allem ein großes Schwarz-Weiß-Foto eines Sportlers das Titelblatt, anstelle einer gezeichneten Komposition. Lafitte kaufte den Titel 1899 vollständig auf und gründete einen eigenen Verlag. 1900 wurde Alexandre Natanson Direktor des Blattes. 1912 wurde der Titel auf Vie au grand air verkürzt.
1916 verkaufte Lafitte den Titel an Hachette et Cie, blieb aber weiterhin dessen Herausgeber; er führte ein neues vierteljährliches Format ein, dessen Titelbild nun aus einer gezeichneten und in Farbe umgesetzten Komposition bestand, die von einem Künstler signiert war. Vie au grand air wurde 1922 in die von Lafitte und Hachette gegründete Zeitschrift Très Sport integriert, die aber selbst nur bis 1926 erschien.
Thierry Gervais, ein französischer Historiker für die illustrierte Presse, nennt La Vie au grand air neben La Vie illustrée den Prototyp des Magazins, jener Art von Zeitschrift, in der „die Illustrationen viel zahlreicher sind als in den illustrierten Zeitungen“ und im Dienste „komplexer Layouts“ stehen, mit Seitenlayouts, die „darauf abzielen, gleichzeitig Sinn und Spektakel zu erzeugen“. Die von Gervais vorgenommene Analyse der grafischen Gestaltung, der künstlerischen Leitung der Titelbilder und der Innenseiten zeigt bereits ab 1904 den Einsatz von Nahaufnahmen, Überlagerungen und Fotomontagen: „Die Modernität der Doppelseiten von La Vie au grand air ergibt sich direkt aus der Wahl der Fotografie als Illustrationsform, aber auch aus einem visuellen Kontext, in dem filmische Formen ihren Platz gefunden haben“.Siehe Literaturliste Gervais 2007, S. 50–67
Fotografen Zu den namhaften Fotografen gehörten Jules Beau, Marcel Rol und Louis Lucien Faure-Dujarric.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Zeitung (Frankreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Sportzeitung Kategorie:Ersterscheinen 1898 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1922 Kategorie:Französischsprachige Wochenzeitung Kategorie:Publikumszeitschrift Kategorie:Sportgeschichte (Frankreich)