Łubnica () war ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Seine Ortsstelle liegt im Gebiet der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.

Geographische Lage Die Ortsstelle von Łubnica liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer südwestlich der Stadt Pasłęk bzw. 23 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Elbląg.

Geschichte Das einstige Leyssen – nach 1385 Leißen, um 1785 Lausnitz und bereits vor 1820 Laubnitz genannt – wurde um 1385 als ein Gutsort gegründet.Dietrich Lange: Laubnitz, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Am 9. April 1571 wurde der Ort erwähnt, als Markgraf Albrecht Friedrich an Albrecht von Diebes das Gut zusammen mit dem Gut Rossitten zu reinem Lehnsrecht verlieh.GenWiki: Laubnitz (Landkreis Preußisch Holland) Am 18. Dezember 1626 verkaufte Melchior Friedrich von Diebes das Gut an Ludwig Finck auf Jankendorf, und am 4. März 1747 veräußerte es der Graf von Finckenstein, ein Nachfahre von Ludwig Finck, an Georg Niclaus von Reibnitz auf Rossitten.

Im Jahre 1785 wurde Lausnitz als ein „adlig Vorwerk“ mit drei Feuerstellen erwähnt, im Jahre 1820 als ebensolches bei zwei Feuerstellen und 21 Einwohnern.

Im Jahre 1874 wurde Laubnitz in den neu errichteten Amtsbezirk Rossitten im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Rossitten 32 Einwohner zählte Laubnitz im Jahre 1885, im Jahre 1910 waren es 37.

Die Gutsbezirke Laubnitz, Dosnitten und Günthersdorf schlossen sich am 30. September 1928 zur neuen Landgemeinde Günthersdorf zusammen. Als Ortsteil dieser neuen Gemeinde wurde Laubnitz am 30. Januar 1930 in den Amtsbezirk Reichenbach umgegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Reichenbach

In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Laubnitz erhielt die polnische Namensform „Łubnica“, wurde aber wohl nicht mehr besiedelt und geriet in Vergessenheit. Heute gilt der Ort als untergegangen. Seine Ortsstelle liegt in der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1930 war Laubnitz in die evangelische Kirche (Königlich) Blumenau, 1931–1945: Königsblumenau-Heiligenwalde, danach bis 1945 in die Kirche Reichenbach im Kirchenkreis Preußisch Holland in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472

Bis 1945 gehörte Laubnitz außerdem zur römisch-katholischen Kirche in Christburg.

Verkehr Die kaum noch wahrnehmbare Ortsstelle von Laubnitz resp. Łubnica liegt an einer unwegsamen Landwegverbindung, die von Gołutowo nach Rejsyty führt.

Einzelnachweise

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