São Francisco de Itabapoana ist eine brasilianische Gemeinde (Município) im Bundesstaat Rio de Janeiro im Südosten des Landes. Sie liegt außerhalb der Metropolregion Rio de Janeiro im Nordosten des Bundesstaates an der Küste des Atlantiks und an der Grenze zum Bundesstaat Espírito Santo. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 47.000 geschätzt.

Namensgebung Der Ortsname São Francisco de Itabapoana ehrt den Schutzpatron, den heiligen Franz von Paola. Der Namenszusatz bezieht sich auf den Fluss Rio Itabapoana, der durch den nördlichen Teil der Gemeinde fließt.

Geografie und Klima São Francisco de Itabapoana liegt im Nordosten von Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 5 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde umfasst Küstenabschnitte am Atlantik sowie Flussgebiete entlang des Rio Itabapoana, der die Nordgrenze zum Bundesstaat Espírito Santo bildet.

Das Klima ist tropisch mit warmen Temperaturen und saisonalen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 16 und 34 °C. Die Landschaft umfasst Küstenökosysteme mit Stränden, Wäldern (Mata Atlântica) sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Die Gemeinde besteht aus den drei Ortsteilen São Francisco de Itabapoana (Hauptort), Barra Seca und Maniva.

Geschichte Zwei Ansiedlungen auf dem Gemeindegebiet entstanden schon im frühen 16. Jahrhundert. Das Gebiet des heutigen São Francisco de Itabapoana war lange Teil der Gemeinde São João da Barra.

1995 wurde São Francisco de Itabapoana offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben. Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 47.000 Personen geschätzt. Im am Meer liegenden Hauptort lebten 2022 knapp 25.000 Menschen.

JahrEinwohner200041.145201041.354202245.059Volkszählungen

Wirtschaft Die Wirtschaft von São Francisco de Itabapoana basiert auf Landwirtschaft, Fischerei sowie Handel und Dienstleistungen. São Francisco zeichnet sich vor allem durch den seit Jahrzehnten betriebenen Maniokanbau aus; die erste Maniokmehlfabrik wurde in den 1940er Jahren in der Stadt errichtet. Laut der Landwirtschaftserhebung des IBGE (2024) ist die Stadt der größte Ananas- und Maniokproduzent des Bundesstaates (mengenmäßig). Daneben wird auch u. a. Zuckerrohr in nennenswerten Mengen produziert.

Sowohl der Index der menschlichen Entwicklung als auch das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegen in der Gemeinde deutlich unter dem Durchschnitt des Staats Rio de Janeiro.

Religion São Francisco de Itabapoana gehört zum römisch-katholischen Bistum Campos. Neben der katholischen Kirche sind auch zahlreiche protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten und sehr erfolgreich bei der Mission.

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Einzelnachweise

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