Göran Olof Eriksson (* 7. März 1929 in Falun/Dalarnas län; † 4. April 1993 in Stockholm) war ein schwedischer Schriftsteller, Journalist, Übersetzer und Theaterleiter.

Leben Eriksson besuchte bis 1947 das Gymnasium in Uppsala. Dort zählten zu seinen Mitschülern Thomas von Vegesack, Sigrid Kahle, Elisabeth Hermodsson, Owe Thörnqvist und seine spätere Ehefrau Lill-Inger Ingmann, die alle dem literarischen Schülerverein Artis Amici angehörten. In dessen Zeitschrift Pegasen veröffentlichte Eriksson Gedichte, Reiseberichte und Kurzgeschichten. Nach dem Abitur studierte er an der Universität Uppsala Literaturgeschichte, Romanistik und Soziologie. 1952 begann er ein Lizentiatsstudium der Literaturgeschichte bei Victor Svanberg. Daneben schrieb er Kritiken für Ergo, Upsala Nya Tidning Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning.

Von 1956 bis 1961 lebte er in Göteborg, wo er als Literaturkritiker der Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning arbeitete und Kritiken über schwedische und französische Literatur, aber auch über Theater und Film schrieb. 1961 kam er nach Stockholm, wo er bei Sveriges Radio begann und 1962 die Leitung der Kulturseite von Stockholms-Tidningen übernahm und jungen Autoren wie Björn Håkanson, Leif Nylén, Leif Zern und Jan Myrdal die Möglichkeit gab, hier Kolumnen zu veröffentlichen.

Nach der Einstellung der Stockholms-Tidningen arbeitete Eriksson von 1966 bis 1968 als Kritiker für Dagens Nyheter. Nach seinem Regiedebüt im Herbst 1967 mit Henrik Ibsens Wenn wir Toten erwachen (Når vi døde vågner) am Stockholmer Stadttheater wandte er sich zunehmend der praktischen Theaterarbeit und der Dramaübersetzung zu. Von 1970 bis 1973 war er erster Rektor des Dramatiska Institutet, von 1975 bis 1977 künstlerischer Leiter des Dalateatern und von 1979 bis 1990 fester Direktor des Stockholmer Stadttheaters. Dort initiierte und leitete er von 1983 bis 1986 das sogenannte Elisabethanische Projekt, das eine Reihe von Shakespeare-Inszenierungen auf der Grundlage seiner eigenen neuen Übersetzungen umfasste.

Neben Shakespearedramen übersetzte Eriksson u. a. Werke von Samuel Beckett (u. a. Warten auf Godot), W. H. Auden, Carlo Goldoni und Euripides. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Preis für literarische Verdienste mit dem Preis des Sveriges Författarfond (1983), mit dem Elsa Thulin-priset (1989) und für sein bedeutendes Theaterwerk mit dem Sonderpreis der Schwedischen Akademie.

Quellen Svensk Översettarleksikon: Göran O. Eriksson Gyldendals Teaterleksikon: Göran O. Eriksson

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