mini|Hans-Dieter Heckes Hans-Dieter Heckes (* 16. April 1951 in Neukirchen-Vluyn) ist ein deutscher Bauhistoriker und Künstler.

Leben und Wirken Nach einer Lehre zum technischen Zeichner bei Fried. Krupp Maschinen- und Stahlbau in Duisburg-Rheinhausen studierte er von 1970 bis 1974 Architektur und Innenarchitektur an der FH Trier, von 1974 bis 1982 an der TU Berlin Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie. 1982 wurde Heckes mit der Dissertation „Die Michaeliskirche in Hildesheim. Ihre nachmittelalterliche Baugeschichte von 1542 bis 1910“ promoviert. Nach einer Tätigkeit bei der Architekturwerkstatt Pitz & Brenne in Berlin (1982–1983) und einem Volontariat beim Rheinischen Amt für Denkmalpflege in Bonn (1983–1984) war er dort Wissenschaftlicher Referent im Referat Bauforschung (Bauarchäologie). Heckes arbeitete seit 1988 im Wesentlichen mithilfe damals neuer Grafik- und Zeichenprogramme daran, die Befunde der Bauforschung digital zu dokumentieren. Dies war die Voraussetzung dafür, dass z. B. die mittelalterlichen Ritzzeichnungen in der Chorhalle des Aachener Doms entschlüsselt werden konnten, was für die dortige Bauforschung ein wesentlicher Schritt war, um neue Einblicke in den mittelalterlichen Baubetrieb der Zeit um 1400 zu gewinnen.

Von 2006 bis 2016 war er ebenfalls Leiter der Fotowerkstatt. Eine wesentliche Aufgabe war die Organisation des Übergangs von der analogen zur digitalen Fotografie. Hier entwickelte und programmierte er zusammen mit den Fotografen eine handhabbare Datenbank, die sich an den alten, seit über einhundert Jahren bewährten Findbüchern des Amtes orientierte. Ebenso entwickelte Heckes Datenbanken für die unterschiedlichen Sammlungsbestände des Amtes.

Seit seiner Studienzeit und dann parallel zu seiner wissenschaftlichen Arbeit ist Heckes künstlerisch tätig und gestaltet Skulpturen aus Stahl und Holz, die er u. a. „blubbs“ und „Verschnürungen“ nennt. Daraus entwickelt er großformatige abstrahierte Fotoprints.

Heckes lebt in Bonn-Muffendorf.

Schriften Die Michaeliskirche in Hildesheim. Ihre nachmittelalterliche Baugeschichte von 1542-1910. Dissertation FU Berlin 1982. Geschichte des Restaurations-Baues der St. Victors Kirche (Dom) in Xanten in den Jahren 1857-67. Mit Randskizzen und 28 Blatt besonderen Zeichnungen. Aschendorff, Münster 1989, ISBN 3-7666-9671-8. HD Heckes, Schnürungen. Bonn 2019

Einzelausstellungen 2023 Kunstverein Bad Aibling, Galerie im Alten FeuerwehrgerätehausHD Heckes „Schnürungen“, Kunstverein Bad Aibling, abgerufen am 20. April 2026 2023 Kunstverein Bayreuth, Kunstkabinett des Kunstmuseums HD Heckes „Schnürungen“ Kunstverein Bayreuth, abgerufen am 20. April 2026 2016 Abtei Brauweiler, Arbeiten 1983–2016, Stahlreliefs und Holz-/ Stahlobjekte 1998 Kurfürstliches Gärtnerhaus, Bonn 1989 Galerie Albert & Heckes, Bonn 1981 und 1986 Galerie Eylau ’5, Berlin

Literatur Ulrike Heckner: Personalia, Hans-Dieter Heckes. In: Denkmalpflege im Rheinland, Jg. 33, 2016, Nr. 4, S. 207–208.

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Einzelnachweise

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