Friedrich Conradi (* 7. Juni 1827 in Würzburg; † 30. Juni 1892 ebenda) war ein deutscher Politiker und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben Friedrich Conradi betätigte sich in der Kommunalpolitik und war über Jahre Mitglied des Magistrats der Stadt Würzburg, der die Spitze der Verwaltung der Stadt bildete.

Als Privatier trat er am 23. Februar 1876 als Nachfolger des verstorbenen Abgeordneten Georg Schackert in die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete, ein. Er war in verschiedenen Landtagsausschüssen vertreten und wurde im Wahlbezirk Würzburg I gewählt. Im Parlament wurde ein Antrag auf Anfechtung seiner Wahl gestellt, der jedoch keine Mehrheit fand. Er blieb bis 1881 als Abgeordneter im Parlament.

Conradi war in einigen Vereinen und Institutionen ehrenamtlich tätig. So führte er die Kassengeschäfte im Historischen Verein von Unterfranken und Aschaffenburg. Daneben war er Beisitzer im Verein zur Gründung von Knabenhorten in Würzburg. Für die Volksbank Würzburg war er im Aufsichtsrat tätig. Bei den Kirchenverwaltungswahlen im Jahre 1875 wurde er als Mitglied der Pfarrei St. Stephan in Würzburg zum Beisitzer gewählt. Letztlich war er Schöffe in der Großen Strafkammer beim Landgericht Aschaffenburg.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 14. Wahlperiode)

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Einzelnachweise

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