Die Protestantische Kirche – ehemals St. Pirmin – ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk in Queichhambach. Sie gehört zum Pfarramt Annweiler und ist damit Teil der Evangelischen Kirche der Pfalz.

Lage mini|Kirche und ein Teil des österlich geschmückten Pirminusbrunnens Das Gebäude mit der Hausnummer 42 steht am nordöstlichen Siedlungsrand von Queichhambach auf der Nordseite der Queichtalstraße, die mit der Landesstraße 490 identisch ist. Unmittelbar östlich steht der ebenfalls denkmalgeschützte Fronhof. Weiter nördlich verläuft die Queich.

Geschichte Erstmals erwähnt ist die ursprünglich dem heiligen Pirminius gewidmete Kirche im Jahr 1274. Den Pfarrsatz beziehungsweise das Patronatsrecht besaß damals das Kloster Hornbach; nach Auflösung des Klosters ging es an Pfalz-Zweibrücken. Um das Jahr 1523 wurde die Kirche den Protestanten zugeschlagen. 1739 wurde sie umgebaut.

Jahrhundertelang diente die Kirche ebenso den Protestanten aus dem benachbarten Gräfenhausen, ehe dort 1949 erstmals ein evangelischer Gottesdienst gehalten wurde und ab 1971 ein eigenes Gemeindezentrum zur Verfügung stand.

mini|Kirche und Umgebung im Jahr 1996

Spätestens im 21. Jahrhundert sank die Zahl der Kirchgänger zunehmend; teilweise lag sie bei Gottesdiensten im einstelligen Bereich. Deshalb wurde ab 2021 im Wechsel mit dem Zentrum in Gräfenhausen lediglich am ersten Sonntag im Monat ein Gottesdienst angeboten, ab 2025 nur noch zu besonderen Anlässen. Stattdessen soll die Kirche hauptsächlich als Veranstaltungsraum dienen. Seit 2022 befindet sich auf dem Dachboden ein Kasten für Fledermäuse.

Beschreibung und Innenausstattung Die Kirche ist ein im Kern mittelalterlicher Saalbau mit in drei Achsen gegliedertem Langhaus und rundbogige Fenstern. Der quadratische Ostchor ist Teil des Chorturms. Seit dem Umbau im 18. Jahrhundert ist die Innenausstattung im Stil des Barock gehalten. Chor und Schiff sind mit einer Holzdecke überspannt. Die Empore verläuft über drei Seiten des Schiffs. Am Chorbogen befindet sich die 1739 errichtete Kanzel.

Die Orgel baute 1856 Carl Wagner, in der Zeit danach wurde sie mehrfach umgebaut beziehungsweise restauriert, 1920 durch G. F. Steinmeyer & Co., 1966 durch Oberlinger und zuletzt 1991 durch Gerhard Kuhn.

Literatur Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südliche Weinstraße (PDF; 10,0 MB). Mainz 2023.

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Einzelnachweise

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