Cistecal ist eine mittelalterliche Wüstung südöstlich von Lehnin im heutigen Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 76)

Lage Die Feldmark lag ostnordöstlich von Rädel, einem Ortsteil der Gemeinde Kloster Lehnin. Dort wurden von Günter Mangelsdorf wenige frühdeutsche Scherbenfunde sichergestellt. Eine genaue Ortslage konnte hierdurch bislang nicht gesichert werden.

Etymologie Der Name leitet sich von dem Slawischen cist für „rein, sauber“ und kalz für „Kot, Dreck“ ab. Fischer verweist darauf, dass die ursprüngliche Bedeutung des Namens nicht eindeutig angegeben werden kann. Möglich wäre „saubere Pfütze, Lache“, wahrscheinlich aber eher „kahler, unbewaldeter Sumpf“ oder „kahl, nicht mit Bäumen oder Sträuchern bewachsen“Reinhard E. Fischer: Brandenburgisches Namenbuch. Teil 1: Zauche. Böhlau, Weimar 1967, S. 48 und 49..

Geschichte Die Feldmark wurde erstmals 1193 als villam cistecal urkundlich erwähnt, war zu dieser Zeit aber wohl bereits wüst gefallen. Sie gehörte von 1180 bis 1542 zum Kloster Lehnin, war jedoch bereits 1205 nicht mehr in der Besitzbestätigung des Klosters erwähnt. Die Feldmark ist größtenteils im Forst Lehnin aufgegangen. Sie erschien nochmals im Jahr 1683 als Zizelveen und war von 1542 bis 1872 im Besitz des Amtes Lehnin.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 77)

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1193 Kategorie:Kloster Lehnin (Gemeinde)