Johanna Wendel (* 16. Mai 1897 in Birnbach; † 19. Januar 1975 in Bad Kreuznach) war eine deutsche Diakonisse und Gemeindeschwester in Güdingen.

Leben Johanna Wendel trat 1922, im Alter von 25 Jahren, als Schwesternschülerin in die Kreuznacher Diakonie ein. Sie wurde in Bad Godesberg und Simmern in der Krankenpflege ausgebildet. Nach ihrer Einsegnung am 20. Mai 1934 wurde sie 1936 als Gemeindediakonisse nach Güdingen entsandt. Das Saargebiet wurde ein Jahr nach der Volksabstimmung in das Dritte Reich eingegliedert und Josef Bürckel war als Gauleiter eingesetzt worden. Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) versuchte zu jener Zeit, alle Dienste der Fürsorge an sich zu binden. In Güdingen setzte sich der Pfarrer Walter Hechtenberg für Johanna Wendel ein und sie lebte sich in Güdingen ein. Dort arbeitete sie fast 25 Jahre, unter anderem auch während des Zweiten Weltkriegs.

Im Juni 1959 wurde sie von der Gemeinde Güdingen erstmals besonders geehrt. Sie erhielt eine eigens für sie erstellte Verdienstplakette anlässlich der 700-Jahr-Feier der Gemeinde. Für diese Ehrung hatten sich beide Konfessionen eingesetzt. Kurz darauf erlitt sie einen Unfall und erkrankte schwer. Sie ging in den Ruhestand und zog nach Bad Kreuznach ins Mutterhaus. Die Gemeinde Güdingen vergaß sie nicht und verlieh ihr am 22. August 1969 die Ehrenbürgerrechte.

Johanna Wendel starb am 19. Januar 1975 nach langer Krankheit. In Sankt Arnual wurde 2005 eine Straße nach ihr benannt.

Literatur

Einzelnachweise

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