Die 59. Separate Sturmbrigade benannt nach Jakiw Handsjuk (Militäreinheit Nr. A1619; , 59 ОШБр, в/ч: А1619) ist ein Verband der Kräfte Unbemannter Systeme.

Zuvor war sie als 59. Motorisierte Brigade als Teil des Ukrainisches Heeres bekannt.

Geschichte Die Brigade wurde am 8. Dezember 2014, im Rahmen des Russisch-Ukrainischer Krieges, als 59. Motorisierte Brigade und Teil des Heeres gegründet. Als Basis dienten das 9. Bataillon (Seit 2025 eigenständig als 9. Brigade Unbemannter Systeme), das 10. Bataillon und das 11. Bataillon, bestehend aus Freiwilligen.

Ab 2015 nahm die Brigade aktiv an Kampfhandlungen in der Ostukraine teil.

Am 24. August 2015, zum ukrainischen Unabhängigkeitstag, erhielt der Verband seine Kampffahne.

Im Februar 2019 wurde am Standort der Brigade in Hajssyn ein Denkmal für 48 Gefallene der Brigade errichtet.

Am 6. Mai 2020 erhielt die Brigade den Ehrentitel benannt nach Jakiw Handsjuk von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Vollinvasion 2022

Als am 24. Februar 2022 die vollumfängliche Invasion Russlands begann, war die Brigade auf den Oleschky-Sanden stationiert, direkt vor der Krim. Aufgrund der zahlmäßigen Überlegenheit russischer Kräfte wurde der Verband über den Dnepr zurückgezogen, in die Stadt Mykolajiw verlegt und schloss sich dort den Verteidigern an.

mini|200px|links|Soldaten des Verbands vor erbeuteten BMP-3 Zeitgleich wurde das 9. Bataillon in den ersten Stunden der Vollinvasion zur Sicherung von Melitopol entsandt. Sein Kommandeur, Serhij Kotenko, fiel später am 9. März 2022 im Kampf in der Nähe von Saporischschja.

In der Oblast Mykolajiw spielten Einheiten der 59. Brigade eine entscheidende Rolle bei der Befreiung mehrerer Siedlungen, darunter Schewtschenkowe, Kotljarewe, Selenyj Haj, Oleniwka und Kostjantyniwka, Dörfer östlich von Mykolajiw, die in der Anfangsphase der Vollinvasion besetzt worden waren.

Ab Mitte März 2022 hielten Teile der Brigade zusammen mit der 28. Mechanisierten Brigade Stellungen in Possad-Pokrowske in der Oblast Cherson.

mini|200px|Brigadesoldaten in Anwesenheit Selenskyjs nach der Flaggenhissung im befreiten Cherson Während die ukrainischen Streitkräfte im Zuge der südlichen Gegenoffensive vorrückten, drangen in der Nacht des 9. November 2022 Einheiten der 59. Brigade in Selenyj Haj ein. Zwei Tage später, am 11. November, tauchten Aufnahmen auf, die Soldaten des 9. Bataillons beim Hissen der ukrainischen Flagge im Dorf Blahodatne zeigten. Dies symbolisierte die Befreiung des Gebiets nach dem Rückzug Russlands vom rechten Ufer des Dnepr.

Anschließend an diesen Erfolg wurde die Brigade an die Front in der Oblast Donezk verlegt, hauptsächlich in die Nähe der stark umkämpften Stadt Pisky, westlich von Donezk.

Eine Drohneneinheit des Verbandes nahm unter dem Kommando von Robert Browdi, einer Schlüsselfigur der ukrainischen Drohnenkriegsführung und auch bekannt als Magyar, an der Schlacht um Bachmut teil. Den ganzen Sommer 2023 über war die Brigade an der Front in Donezk im Einsatz. Einheiten, darunter das 11. Bataillon, waren entlang der Achse Pisky–Perwomajske (heute Awdijiwske) positioniert. Am 8. September 2023, nach heftigen Kämpfen, vertrieben Elemente der Brigade russische Truppen aus Teilen der zerstörten Siedlung Opytne und stellten die ukrainische Kontrolle über Teile des Gebiets wieder her.

Besagte Drohneneinheit wurde am 16. Januar 2024 von der Brigade losgelöst und in die eigenständige 414. Brigade „Magyars Vögel“ neustrukturiert und wurde Teil der Marineinfanterie (mittlerweile auch Teil der Kräfte unbemannter Systeme).

mini|200px|links|T-72M1R des Panzerbataillons Im Februar des Jahres wurde das 1. Sturmbataillon „Da Vincis Wölfe“ der bis dato 67. Mechanisierten Brigade aufgeteilt, wovon ein Teil sich der 59. Brigade anschloss.

Im Juli 2024 wurde die Brigade in der Nähe von Krasnohoriwka stationiert, einem strategisch wichtigen Ort nahe der umkämpften Stadt Donezk.

Während dieser Zeit ordnete Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj eine Inspektion der 59. Brigade an, da die Besorgnis bezüglich Kampfverlusten und Vorwürfen des Fehlverhaltens gegen ihren Kommandeur, Oberst Bohdan Schewtschuk, der im April 2024 ernannt worden war, wuchs.

Im November 2024 wurde die Brigade in der Nähe von Pokrowsk, einer strategisch wichtigen Festungsstadt, neu positioniert. Ihr Ziel war es, einen russischen Durchbruch entlang der Linie Schowte–Nowotrojizke–Schewtschenko aufzuhalten. Dieser Auftrag scheiterte jedoch. Soldaten der Brigade berichteten von Überlastung, unzureichender Ausrüstung und unrealistischen Befehlen unter extremem Druck.

Chosen Company Die Chosen Company war eine Freiwilligeneinheit, bestehend aus Kämpfern aus den Vereinigten Staaten, Australien, Kolumbien und anderen Ländern.

Die Einheit, die ursprünglich zur Internationalen Legion gehörte, wurde später in die Aufklärungskompanie der 59. Brigade integriert. Sie nahm 2023 an Aufklärungs- und Angriffsoperationen während der ukrainischen Gegenoffensive im Osten teil.

Dann 2024 wurde die Gruppe der 49. Sonderabteilung des Sicherheitsdienstes der Ukraine angeschlossen und 2025 letztendlich aufgelöst.

Am 16. Juni 2025 erklärte der Kommandeur von Chosen Ryan O’Leary, er habe die Einheit aufgrund der mangelnden Qualität, Vetternwirtschaft und des „sowjetischen Denkens“ des ukrainischen Offizierskorps aufgelöst. Er behauptete, deren Führung habe mehr Menschenleben gekostet als russische Angriffe. Insbesondere beschuldigte er Bohdan Schewtschuk, unerfahrenes Aufklärungspersonal zu Sturmangriffen geschickt und Truppen zu unerreichbare Stellungen entsandt zu haben, was zu zahlreichen Toten und Verletzten geführt habe.

Kräfte unbemannter Systeme mini|250px|links|Video, das die Zerstörung der Ka-52 zeigt Um das Frühjahr 2025 kämpfte die Brigade immer noch um Pokrowsk, wofür ihr Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache dankte.

Dann am 3. Januar 2025 wurde der Verband grundlegend umstrukturiert. Die motorisierte Brigade wurde in die 59. Sturmbrigade umbenannt, umstrukturiert und offiziell vom Heer zu den Kräften unbemannter Systeme verlegt. Im Mai 2025 kam es zu weiteren Führungswechseln. Der Brigadekommandeur, Oberstleutnant Bohdan Schewtschuk, wurde entlassen und durch Oberst Oleksandr Sak ersetzt.

Am 23. August 2025 wurde der Brigade die Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit vom Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verliehen.

Am 29. September 2025 zerstörte die Sturmbrigade einen Mi-8-Hubschrauber in der Nähe des Dorfes Kotljariwka im Rajon Pokrowsk. Laut dem Kommandeur der Kräfte unbemannter Systeme wurde dafür eine FPV-Drohne im Wert von 500 US-Dollar eingesetzt.

Am 20. März 2026 zerstörten Soldaten des 1. Bataillons der Brigade mit einer FPV-Drohne einen weiteren russischen Hubschrauber. Hierbei handelte es sich um einen Kampfhubschrauber vom Typ Kamow Ka-52.

Struktur mini|200px|Bataillonskommandeur der 108en tritt an, um die Kampffahne des Bataillons zu erhalten 59. Sturmbrigade Hauptquartier 25px 1. Bataillon unbemannter Systeme Raubtiere der Höhe 25px 2. Bataillon unbemannter Systeme Inquisition 25px UAV-Strike-Team Alpharius 25px UAV-Strike-Team Omegon 25px Team für Luftaufklärung Astartes 25px Team für Luftaufklärung Sigmar 25px UAV-Team Caladrius 25px UAV-Team Ravenor 25px UAV-Team Troll Face Group 25px UAV-Team Tanatos 25px UAV-Team Comorra 25px UAV-Team Michigan 25px UAV-Team Baltic Group 25px UAV-Team Ink Group 25px Drohnenabfangkompanie Uno 25px Bataillon unbemannter Systeme Signum 25px 10. Sturmbataillon (MEN: A2960 | Standort: Trostjanez, Oblast Winnyzja) 25px 11. Sturmbataillon Kyjiwer Rus (MEN: A2980 | Standort: Podilsk, Oblast Odessa) 25px 108. Sturmbataillon Da Vincis Wölfe (MEN: A4921 | Standort: Hajssyn, Oblast Winnyzja) 25px Schkwal-Bataillon (Strafbataillon) 25px Panzerbataillon 25px Artilleriegruppe 25px Hauptquartier und Feuerleitungsbatterie 1. Artilleriedywision 2. Artilleriedywision Raketenartilleriedywision 25px Panzerabwehrkompanie Instandhaltungskompanie Logistikkompanie Fernmeldebataillon CBRN-Abwehrkompanie Flugabwehrdywision 25px Unterstützungsbataillon (Pioniere) Logistikbataillon Aufklärungskompanie Instandhaltungskompanie Fernmeldekompanie Radarkompanie 25px Sanitätskompanie CBRN-Abwehrkompanie 25px Zivil-militärische Zusammenarbeit

Kommandeure Oberst Wassyl Ossyptschuk Oberst Wolodymyr Schwedjuk (2018–2019) Oberst Hennadij Schapowalow (2019–2021) Oberst Oleksandr Wynohradow (2021–2022) Oberst Wadym Sucharewskyj (2022–2024) Oberstleutnant Bohdan Schewtschuk (2024–2025) Oberst Oleksandr Sak (seit 2025)

Siehe auch 422. Regiment Unbemannter Systeme 426. Regiment Unbemannter Systeme 421. Bataillon Unbemannter Systeme

Weblinks

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Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Brigade (Ukraine) Kategorie:Gegründet 2014 Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video Kategorie:Rajon Hajssyn Kategorie:Militär (Oblast Winnyzja) Kategorie:Ukrainisches Heer