mini|hochkant|Nawab Faizunnesa Nawab Begum Faizunnesa Choudhurani (, geboren 1834; gestorben 1903) war eine bengalische Zamindarin und Bildungsreformerin des 19. Jahrhunderts aus dem Gebiet des heutigen Kumilla in Bangladesch. Sie gilt als erste Frau in Südasien, die den Titel Nawab erhielt, und ist vor allem für ihr Engagement in der Frauenbildung und sozialen Fürsorge bekannt. Mit ihrem Werk Rupjalal wurde sie auch literarisch bekannt.
Leben Faizunnesa wurde 1834 in eine streng religiöse und zugleich aristokratische muslimische Grundbesitzerfamilie von Homnabad-Pashchimgaon bei Laksam geboren. Obgleich sie in Purdah aufwuchs, erhielt sie Hausunterricht; im Vorwort zu Rupjalal nennt sie Ustad Tazuddin als prägenden Lehrer. Mit 27 Jahren heiratete sie ihren entfernten Verwandten und Nachbarzamindar Muhammad Gazi als dessen zweite Ehefrau, mit dem sie zwei Töchter hatte. Nach dem Zerbrechen der Ehe kehrte sie in ihr Elternhaus zurück. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie 1883 die Zamindari. Im Jahr 1889 wurde ihr mit Zustimmung Königin Viktorias der Titel Nawab verliehen.
Wirken Faizunnesa machte die Bildung von Mädchen und Frauen zu einem Schwerpunkt ihres Wirkens und gründete 1873 in Komilla eine Mädchenschule, die als frühe Vorreiterinstitution weiblicher Bildung hervorzuheben ist. Überdies gründete sie weitere Schulen und Kliniken für Frauen und finanzierte Straßen, Brücken und Teiche. Ihr bekanntestes literarisches Werk ist Rupjalal, das 1876 erschien und Prosa mit Verspassagen umfasst. Die spätere englische Übersetzung von Rupjalal trug zur internationalen Sichtbarkeit des Werks bei. Im Sommer 2025 wurde das Frauenwohnheim der Jagannath University nach ihr benannt und sie gilt als bedeutende Bildungsstifterin Bangladeschs.
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