Die Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Peru 2026 fand vom 12. bis 13. April 2026 statt. Dabei wurde turnusmäßig nach fünf Jahren der Staatspräsident und die Abgeordneten des Kongresses gewählt.
Der zweite Wahlgang der Präsidentschaftswahl fand am 7. Juni statt. Die konservative Kandidatin Keiko Fujimori gewann mit einem Vorsprung von etwa 50.000 Stimmen bzw. 0,27 % vor ihrem linksgerichteten Gegenkandidaten Roberto Sánchez. Sánchez stand seinen Wahlverlust zunächst nicht ein, warf seinen Gegnern Wahlbetrug vor, forderte eine Neuauszählung aller Stimmen und beantragte bei der Nationalen Wahlkommission die Annullierung des Wahlergebnisses. Am 6. Juli zog er seine Betrugsbeschuldigungen zurück und stand seinen Verlust ein. Am 28. Juli wurde Fujimori als Präsidentin vereidigt.
Hintergrund Die Wahl fand nach einer langen Phase politischer Instabilität statt, die bereits lange vor der aktuellen Wahl begann. Während der Amtszeiten von Ollanta Humala, Pedro Pablo Kuczynski und Martín Vizcarra wurde der Kongress von der oppositionellen Partei „Fuerza Popular“ dominiert, die von Keiko Fujimori, der Tochter des ehemaligen peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori, gegründet wurde und sich vielen der von den Präsidenten ergriffenen Maßnahmen widersetzte.
Fujimoris Anhänger haben sich im Kongress den Ruf als „hartnäckige Blockierer“ erworben, weil sie Initiativen zur Eindämmung der grassierenden Korruption im Land blockierten.
Präsidentschaftswahl Kandidaten Es stellten sich insgesamt 36 Kandidaten zur Präsidentschaftswahl auf, 13 mehr als schon 2021.
Ergebnis Im ersten Wahlgang am 12. April 2026 erreichte Keiko Fujimori, die Kandidatin von Fuerza Popular, den ersten Platz und Roberto Sánchez Palomino, der Kandidat von Juntos por el Perú, den zweiten Platz. Das endgültige Wahlergebnis des ersten Wahlgangs gab der Jurado Nacional de Elecciones (JNE) am 15. Mai 2026 bekannt. Infolgedessen bestritten sie die Stichwahl (zweiter Wahlgang) am 7. Juni, den Keiko Fujimori mit 50,135 % der Stimmen gewann.
Ein weiterer Kandidat war Napoleón Becerra. Er starb bei einem Autounfall am 15. März 2026, als die Stimmzettel bereits gedruckt worden waren. Die für ihn abgegebenen Stimmen wurden bei der Auszählung als ungültige Stimmen gewertet.
Parlamentswahl Wahlsystem Im Frühjahr 2024 wurde per Verfassungsreform die Rückkehr zum Zweikammersystem beschlossen, was mit der Parlamentswahl 2026 wirksam wurde. Demnach besteht das Parlament wieder aus Abgeordnetenkammer (130 Mitglieder) und Senat (60 Mitglieder). Zudem wurde eine Sperrklausel von 5 % eingeführt.Peru: Das Parlament stimmt der Verfassungsreform zu und kehrt nach über 30 Jahren zum Zweikammersystem zurück
Wahlkreise Die 24 Regionen Perus, die Provinz Lima, die Provinz Callao sowie die im Ausland lebenden Peruaner waren insgesamt acht Wahlkreisen zugeordnet, die keine geographisch zusammenhängende Gebiete bilden, die von ganz unterschiedlicher Größe sind und in denen dementsprechend unterschiedlich viele Parlamentssitze zu vergeben waren.
Wahlkreise Sitze Provinz Lima33 Regionen La Libertad und Piura 7 Regionen Arequipa und Cajamarca 6 Regionen Ancash, Cusco, Junín, Lambayeque und Puno 5 Provinz Callao, Regionen Lima, Ica, Loreto und San Martín 4 Regionen Ayacucho, Huánuco und Ucayali 3 Regionen Amazonas, Apurímac, Huancavelica, Moquegua, Pasco, Tacna und Tumbes sowie Peruaner im Ausland 2 Region Madre de Dios 1
Ergebnis Abgeordnetenhaus mini|300px|Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus
Senat mini|300px|Sitzverteilung im Senat
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Einzelnachweise
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