Flottstelle Caputh ist ein Gemeindeteil im Ortsteil Caputh der Gemeinde Schwielowsee im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.Schwielowsee, Dienstleistungsportal des Landes Brandenburg, abgerufen am 22. März 2026.
Geografische Lage mini|Anlegestelle am Schwielowsee Die Flottstelle Caputh liegt südwestlich des Gemeindezentrums und unmittelbar am südlichen Ufer des Schwielowsees. Südlich befindet sich der Ortsteil Ferch. Durch den Ort führt die Kreisstraße 6909. Das Gelände liegt am Ufer des Sees auf einer Höhe von rund und steigt nach Osten hin auf rund an.Flottstelle Caputh, Brandenburgviewer, abgerufen am 22. März 2026.
Geschichte und Etymologie Die Namensüberlieferung reicht bis in das Jahr 1683 zurück, in dem der Ort als Flot Stette in der Ichnographia von Suchodoletz genannt wird. 1775 erschien die Form Flotstedt, beschrieben als eine Anfahrt zum Holz, wie sie Büsching in seiner Topographie erwähnt. 1805 wird die Schreibweise Flottstelle überliefert, wie sie bei Bratring verzeichnet ist. Der Name bezeichnet eine Stelle, an der Holz zu Flößen verbunden wird. Die ursprünglich niederdeutsche Bezeichnung Stede wurde dabei in der amtlichen Namensform zu Stelle verhochdeutscht.Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 55, ISBN 3-937233-17-2.
Die Besiedlung begann im frühen 18. Jahrhundert: Zwischen 1731 und 1733 wurden innerhalb der Kunersdorfer Forst zwei Büdneretablissements errichtet. 1794 kamen weitere Siedler hinzu. Im Jahr 1801 bestanden auf einer Holzablage mehrere Häuser mit vier Büdnern, zwei Einliegern und insgesamt vier Feuerstellen (= Haushalte). 1837 ist ein Etablissement mit fünf Wohnhäusern nachweisbar. Der Ort gehörte bis 1826 dem Amt Saarmund, danach bis 1872 dem Amt Potsdam. Für das Jahr 1858 sind zwei Bereiche ausgewiesen: als Kolonie im Gemeindebezirk Caputh mit fünf Wohn- und fünf Wirtschaftsgebäuden sowie im Schutzbezirk Kunersdorf Forst ein Wohn- und drei Wirtschaftsgebäude. Der Ort erscheint sowohl als Kolonie im Gemeindebezirk Caputh (1931 und 1957) als auch als Försterei innerhalb des Schutzbezirks beziehungsweise des Gutsbezirks Kunersdorf Forst, der seit 1928 ebenfalls Caputh zugeordnet war.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 112) 1973 befanden sich am Ort eine Revierförsterei und der Staatliche Pflanzenquarantänedienst der DDR.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 111)
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerentwicklung in Flottstelle von 1801 bis 1925 Jahr 1801 1817 1837 1858 1871 1885 1895 1905 1925 Einwohner 26 29 37 Kolonie 47 und Forst 5 23 und 6 21 und 5 k. A. und 17 17 und 5 25
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 111 und 112)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1683 Kategorie:Schwielowsee (Gemeinde)