Gwiździny () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski.

Geographische Lage Gwiździny liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 22 Kilometer östlich der Stadt Pasłęk bzw. 37 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Elbląg.

Geschichte Das einst Pfeiferwalde, um 1785 Pfeifferswalde und nach 1820 *Pfeiffertswalde genannt kleine Dorf bestand in seinem Kern aus einem großen Hof.Dietrich Lange: Pfeiffertswalde, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) 1785 wurde Pfeifferswaldeals ein Schatullgut – zu den gräflichen Dohnaschen Gütern gehörig – mit sechs Feuerstellen im Domänen-Amt Liebstadt erwähnt. 1820 war es „ein cöllmisch Vorwerk mit 9 Feuerstellen und 80 Seelen“.

Pfeiffertswalde wurde als Gutsbezirk im Jahre 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Reichwalde im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Podangen/Reichwalde Am 18. August 1881 wurde Pfaiffertswalde jedoch in den Amtsbezirk Schwöllmen umgegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Schwöllmen/Spanden/Krickehnen

Im Jahre 1885 zählte Pfeiffertswalde 91 Einwohner, im Jahre 1905 noch 84.

Am 2. März 1930 wurde der Amtsbezirk Schwöllmen in „Amtsbezirk Krickehnen“ umbenannt.

Die Zahl der Einwohner Pfeiffertswalde belief sich im Jahre 1933 auf 72.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland Am 1. April 1939 verlor der Ort seine Eigenständigkeit und wurde nach Reichwalde im Amtsbezirk Podangen eingemeindet.

Im Jahre 1945 wurde in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. Pfeiffertswalde erhielt die polnische Namensform „Gwiździny“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Gwiździny 24 Einwohner.

Religion Bis 1945 war Pfeiffertswald in die evangelische Kirche in Reichwalde im Kirchenkreis Preußisch Holland innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472 außerdem in die römisch-katholische Kirche in Liebstadt eingepfarrt.

Heute gehört Gwiździny evangelischerseits zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk, einer Filialkirche der Pfarrei Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie katholischerseits zur Pfarrei in Miłakowo.

Verkehr Gwiździny liegt nördlich der Straße von Lesiska nach Ząbrowiec und ist von dort über eine Stichstraße zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht. far

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Godkowo