Langel (auch: Langele o. ä.) ist der Name eines erloschenen niederrheinischen Uradelsgeschlechts, das sich nach dem gleichnamigen Ort benannte, der heute ein Stadtteil Kölns ist. Vor allem standen die Herren von Langel im Dienst der Herzöge von Berg und der Grafen von Nassau. Durch enge Verwandtschaft mit denen von Müllenark gelangte die Familie unter anderem in den Besitz des Rittergutes Müllenark. mini|hochkant|Wappen derer von Langel bei Anton Fahne (nachkoloriert) Die von Langel könnten mit den aus dem benachbarten Lülsdorf stammenden Herren von Lülsdorf Stammesverwandt sein, jedoch nicht mit den sonstigen Familien namens Langel.
Geschichte Mit dem Ritter Engelbert, Vogt von Langele, beginnen die Nachrichten über das Geschlecht im Jahre 1266. Weiter ist Dietrich (Diederich) von Langel ab 1398 und seine Frau Catharina von Müllenark, Tochter des Ritters Johann von Müllenark, im Jahre 1408 belegt. Dietrich von Langel trat noch am 14. März 1434 als Erbmarschall von Berg auf.Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 4 (Mappe 247–356; Cobern–Eerde) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 64), Köln 1993, S. 265. Ab Dietrich von Langel lässt sich eine Stammliste rekonstruieren:
Außerdem sind folgende Angehörige des Geschlechts bekannt:
Ritter Alexander von Langel siegelte von 1366 bis 1371 Urkunden des Gerichtes zu Porz. Herimanno de Langele erschien am 26. Dezember 1328 in einer Urkunde des Wilhelm von Lülsdorf.Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins, Band 2 (Von dem Jahr 1301 bis 1400 einschliesslich), Düsseldorf 1853, S. 197, Nr. 240 (uni-bonn.de). 1372 erfährt man von einem Heinrich von Langel. Ein Herr Sander van Langel ist am 15. Juni 1373 in einer Urkunde der Witwe des Vogts von Lülsdorf sowie am 1. März 1394 belegt.Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins, Band 2 (Von dem Jahr 1301 bis 1400 einschliesslich), Düsseldorf 1853, S. 635 f., Nr. 740 (uni-bonn.de).Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 6 (Mappe 423–518; Fischenich–Gruben) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 70), Köln 1994, S. 339. Am 31. Mai 1384 verkaufte der Kirchherr zu Ramestorpe Johan van Langel sein Gut Nornevelde an Johann Tenkich.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 142u / Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Gemen / Urkunden, Nr. 74, abgerufen am 16. April 2026. Ferner erschien eine Katharina von Langel am 5. August 1400 als Frau des Johann von Dernbach.LVR Archivberatungs- und Fortbildungszentrum, Schönstein Urkunden / Schloss Schönstein Urkunden, Nr. 157, abgerufen am 16. April 2026. Der Rentmeister und Schultheiß von Blankenheim Walram von Langel ist am 28. August 1401 im Gefolge des Herzogs Wilhelm II. von Berg belegt.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0020 / Berg, Urkunden AA 0020, Nr. 959, abgerufen am 16. April 2026. Graf Johann von Nassau ernannte am 1. Oktober 1457 Heinrich van Diest statt Jan van Langel zum Oberschultheiß von Diest.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0581 / Heinsberg, Urkunden AA 0581, Nr. 533, abgerufen am 16. April 2026. Aelheit van Langel war in einer Urkunde des 13. Septembers 1443 als Jungfrau des Konvents zu Vilich benannt.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0307 / Heisterbach, Urkunden AA 0307, Nr. 163, abgerufen am 16. April 2026. Wolter von Langel heiratete am 31. Juli 1465 die Grietgin Staël von Holstein, Tochter des Dietrich (Diederich). Ob er mit letzterem Wolter von Langel identisch ist, bleibt unbelegt. Im Kirchspiel Buedel kaufte Frener von Langel am 25. September 1472 ein Stück Wiese namens die Mynt.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0103 / Aachen, St. Marien, Urkunden AA 0103, Nr. 441, abgerufen am 16. April 2026. Damit enden die Nachrichten über das Geschlecht.
Wappen Blasonierung: In Gold ein roter, manchmal schwarzer, gezinnter Querbalken. Auf dem Helm ein Mohr in einem goldenen Gewand.
Literatur Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 9 (Mappe 666–764; Hüchelhoven–Louvenberg) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 77), Köln 1995, S. 299–301. Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 239 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Ersterwähnung 1266