mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet des Seram-Flughundes in dunkelgrün Der Seram-Flughund (Pteropus ocularis) ist ein auf den südlichen Molukken endemisches Fledertier in der Familie der Flughunde. Er bildet zusammen mit dem Brillenflughund eine Artengruppe. Das Typusexemplar stammt von Seram.
Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 195 mm, ohne Schwanz und mit einem Gewicht von 200 bis 400 g ist die Art in der Gattung Pteropus mittelgroß. Sie hat 132 bis 145 mm lange Unterarme, Hinterfüße von etwa 47 mm Länge und ungefähr 26 mm lange Ohren. Für die Gattung erscheint der Schädel klein und die Schnauze schmal. Gelbbraune Haare um die Schultern bilden einen wolligen Mantel. Andere Bereiche der Oberseite sind immer schwarzbraun und nicht nur gelegentlich, wie beim Brillenflughund. Die zimtfarbenen bis rötlichen Ringe um die Augen sind verglichen mit dem Brillenflughund weniger auffällig. Dieses Tier hat mehr abgerundete Ohren als die andere Art. Im hinteren Bereich ist die Schwanzflughaut an den Beinen schmal und es ist ein kleiner Fersensporn (Calcar) vorhanden.
Verbreitung und Lebensweise Neben Seram bewohnt das Tier Buru. Die Population auf Ambon ist vermutlich ausgestorben. Der Seram-Flughund lebt im Flach- und Hügelland bis 900 Meter Höhe. Er wurde in alten Waldbeständen und in Mangrove dokumentiert. Im Gegensatz zu anderen Pteropus-Arten sind keine Berichte über Kolonien aus älteren und neuen Werken bekannt. Die Nahrungssuche erfolgt nachts. Zur Nahrung selbst und zur Fortpflanzung gibt es keine Informationen.
Gefährdung Gelegentlich wird der Flughund als Fleischquelle gejagt. Schwerer wirkt sich die Zerstörung der Wälder zur Anlage von Ackerland und Bergbaugebieten aus. Die Suche nach Gold führt auf Buru zur Verunreinigung der Gewässer. Auf Seram wurde 1997 der Nationalpark Manusela eingerichtet. Ein vergleichbares Schutzgebiet auf Buru fehlt. Die IUCN listet den Seram-Flughund als gefährdet (vulnerable).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Flughunde Kategorie:Endemisches Tier der Molukken