Die Internationale Sudan-Konferenz (auch als Internationaler Sudan-Gipfel bezeichnet) am 15. April 2026 in Berlin war ein Treffen, um die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auf den Krieg im Sudan zu lenken. Er markierte den dritten Jahrestag des Ausbruchs der Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und der RSF-Miliz.

Hintergrund und Organisation Die Konferenz wurde von Deutschland zusammen mit Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den USA, der EU und der Afrikanischen Union ausgerichtet. Die Führung in Khartum lehnte die Konferenz ab und kritisierte sie als Einmischung in die innere Souveränität, da sie ohne direkte Absprache mit der Regierung angesetzt worden sei. Der Sudan gilt aktuell als die weltweit größte humanitäre Krise und Vertreibungskrise.

Ziele und Ergebnisse Die internationale Gemeinschaft sagte rund 1,5 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe zu, wobei Deutschland seine Unterstützung um 20 Millionen Euro auf insgesamt 232 Millionen Euro erhöhte. Ziel ist es, einen Friedensprozess wiederzubeleben und zivile sudanesische Akteure stärker einzubinden, um einen Weg zur Demokratie zu finden. Es wurde zudem Druck auf die Konfliktparteien ausgeübt, den Zugang für Hilfslieferungen zu ermöglichen, da über 33 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen sind.

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