P. Fintan Greter OSB (* 21. März 1899 als Josef Greter in Root LU; † 14. Mai 1984 in der Benediktinerabtei Engelberg; heimatberechtigt in Ebikon) war ein Schweizer Benediktiner, Ordenspriester und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel nach IPNI lautet «».
Leben und Wirken Pater Fintan Greter OSB wurde am 21. März 1899 als Josef Greter in Root (Kanton Luzern) geboren, wo er auch die Volksschule besuchte.Michael Dietrich, Elisabeth Danner: Flechten. Faszinierende Vielfalt in der Bergwelt um Engelberg. Auf den Spuren von Pater Fintan Greter (1899–1984). In: NAGON. Band 5, Grafenort 2014, Danach besuchte er ein Jahr lang die Kantonsschule Luzern und dann die Stiftsschule Einsiedeln, an der er 1919 die Maturaprüfung absolvierte. Er studierte Theologie am Priesterseminar Luzern und am Canisianum in Innsbruck. Nach Abschluss des Theologiestudiums im Jahr 1923 trat Greter als Novize in das Benediktiner-Kloster Engelberg ein. 1924 legte er unter Abt Basilius Fellmann seine Profess ab, und 1925 wurde er zum Priester geweiht. Im gleichen Jahr begann er mit einem naturwissenschaftlichen Studium an der Universität Freiburg (Schweiz), das er 1933 mit einer Dissertation über Die Laubmoose des oberen Engelbergertales abschloss, die von Alfred Ursprung betreut worden war.
Bereits während des Studiums in Freiburg wurde Greter zeitweise als Biologielehrer an der Klosterschule Engelberg eingesetzt. Im Jahr 1944 wurde er zum Lyzeumspräfekten ernannt, im Jahr 1960 übertrug ihm Abt Leonhard Bösch das Amt des Küchenmeisters. Am 14. Mai 1984 starb Greter bei klarem Sinn im Kloster Engelberg.
Greter als Naturforscher Zunächst galt Greters Interesse, insbesondere im Rahmen der Geländearbeit für seine Dissertation in der Zeit von 1926 bis 1932, den Moosen. Hierbei untersuchte er speziell die Höhenverbreitung der Laubmoose in der Umgebung des Klosters Engelberg und die Abhängigkeit der Artenzusammensetzung vom pH-Wert ihrer Substrate. Gleichzeitig herbarisierte er aber auch bereits einzelne Flechten, was er nach Abschluss seiner Dissertation ab dem Jahr 1935 intensivierte. Hierbei nutzte er seine Ferien, um auch ausserhalb des Engelbergertales zu sammeln, was er recht aktiv bis in das Jahr 1983 betrieb. Insgesamt trug er ein Moosherbarium zusammen, das über 9100 Einzelbelege umfasst, sein Flechtenherbar besteht aus 3077 Belegen. Beide vertraute das Kloster Engelberg 1990 dem Natur-Museum Luzern an, wo sie wissenschaftlich betreut und fachgerecht archiviert werden. Die Gefässpflanzen (Blütenpflanzen und Farne) Greters befinden sich weiterhin im Herbarium des Klosters.
Greter war im Jahr 1956 Gründungsmitglied der Schweizerischen Vereinigung für Bryologie und Lichenologie (SVBL, heute Bryolich). Im Rahmen der Vereinigung organisierte er Exkursionen und Jahresversammlungen und nahm selbst an zahlreichen Veranstaltungen teil. Er blieb Mitglied bis zu seinem Tod im Jahr 1984.
Von Greter beschriebene und neu kombinierte Taxa Bryum engelbergense & in Die Laubmoose des oberen Engelbergertales, 83–84. 1936. Dicranum fuscescens f. flexicaulis () in Die Laubmoose des oberen Engelbergertales, 62. 1936. Racomitrium canescens f. longipila () in Die Laubmoose des oberen Engelbergertales, 77. 1936.
Werke Die Laubmoose des oberen Engelbergertales. Dissertation Fribourg, Engelberg 1936. Fünfzig Jahre Biologie. In: Titlisgrüsse. 45, 1958/1959, S. 109–114.
Weblinks Fintan Greter in Professbuch Kloster Engelberg
Einzelnachweise
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