mini|Susan A. Nolan (2024)
Susan Alice Nolan (* 7. Juli 1968) ist eine US-amerikanische Psychologin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin für Psychologie an der Seton Hall University. Wichtige Forschungsbeiträge hat sie zu psychischer Gesundheit, zum kritischen Denken in der Hochschulbildung sowie psychologischer Bildung (psychological literacy), Genderunterschieden in verschiedenen Bereichen sowie Fragen der psychologischen Messung geleistet. Im Jahr 2021 war sie Präsidentin der Society for the Teaching of Psychology und von 2014 bis 2015 Präsidentin der Eastern Psychological Association. Sie war Mitherausgeberin der Zeitschrift Psychology Learning and Teaching (PLAT), unter anderem mit einem Sonderband zu Open Science, und eine beratende Herausgeberin der Zeitschrift Scholarship of Teaching and Learning in Psychology die von der American Psychological Association herausgegeben wird.
Werdegang Susan A. Nolan studierte am College of the Holy Cross und legte dort 1990 den Bachelor of Arts ab. Danach ging sie an die Northwestern University, wo sie 1996 den Master of Science und den Ph.D. in Klinischer Psychologie ablegte; betreut wurde sie von Ian Gotlib und Susan Mineka. Ihre Dissertation schrieb sie über „Verbale, nonverbale und genderbezogene Faktoren in negativen interpersonalen Reaktionen auf depressive und ängstliche Individuen“.
Anschließend absolvierte Susan A. Nolan über das Department of Veteran Affairs in Nashville ein klinisches Praktikum an der Vanderbilt University. Danach wurde sie Mitglied der Seton Hall University und unterrichtet dort verschiedene Kurse, darunter Klinische Psychologie, Internationale Psychologie und Statistik, inzwischen als Professorin.
Nolan ist Mitglied der American Psychological Association war zeitweise deren Stellvertreterin bei den United Nations Mithilfe eines Fulbright Studpendiums war sie an der University of New South Wales und beschäftigte sich in Bosnien und Herzegowina mit Psychologie in der Hochschulbildung.
Forschung Nolan hat breite Forschungsthemen in der Klinischen, Pädagogischen und Allgemeinen Psychologie. In ihrer klinischen Forschung hat sie sich unter anderem mit den Verbindungen von Neurotizismus und Grübeln (Ruminieren) und dem Depressions-Risiko beschäftigt. Ein weiteres Thema ist die Stigmatisierung psychisch Kranker. Zu Gender-Unterschieden hat sie sowohl in der klinischen Forschung (etwa zu Feindseligkeit depressiver Männer und Frauen) als auch im Bildungsbereich geforscht (Gender-Unterschiede in den MINT-Fächern). In der Pädagogischen Psychologie befasst sie sich mit kritischem Denken und internationalen Kompetenzmodellen für das Psychologiestudium sowie psychologischer Bildung (psychological literacy). Im Grundlagenbereich interessiert sie sich für Fragen der Messung in der Psychologie.
Nolan beschäftigt sich außerdem mit internationaler Psychologie und erhielt hierfür im Jahr 2020 den Fukuhara Award for Advanced International Research and Service durch das International Council of Psychologists.
Nolan ist Mitautorin von Lehrbüchern zur Statistik, zur Einführung in die Psychologie und zu Anwendungen psychologischen Fachwissens.
Gemeinsam mit einer internationalen Gruppe aus Forschenden und Lehrenden hat sie das International Competences for Undergraduate Psychology Model entwickelt und entwickelt es weiter. Ziel ist es, einen internationalen Bezugsrahmen für psychologische Kompetenzen auf dem Bachelor-Niveau zu entwickeln. Der Fokus liegt aufgrund der Tatsache, dass im Gegensatz etwa zu Deutschland in vielen angloamerikanischen Ländern das Bachelorstudium nicht professionalisierend ist, nicht auf der Verwendung in professioneller psychologischer Arbeit. Er liegt vielmehr auf der Anwendung und Integration psychologischen Wissens in persönlichen, gesellschaftlichen und beruflichen Kontexten außerhalb der Tätigkeit professioneller Psychologen.
Persönliches Nolan lebt mit ihrem Ehemann in Jersey City, New Jersey.
Bücher
Hockenbury, S. E. & Nolan, S. A. (2024). Discovering psychology (10. Aufl.) Worth. ISBN 978-1-319-47313-6 Landrum, R. E., Gurung, R. A., Nolan, S. A., McCarthy, M. A., & Dunn, D. S. (2022). Everyday applications of psychological science: Hacks to happiness and health. Routledge. ISBN 978-1-00-318871-1 Nolan, S. A., & Heinzen, T. (2024). Statistics for the behavioral sciences (6. Aufl.) Macmillan. ISBN 978-1-319-42691-0 Nolan, S. A., & Heinzen, T. (2021). Essentials of statistics for the behavioral sciences (5. Aufl.) Macmillan. ISBN 978-1-319-24719-5
Ausgewählte Zeitschriftenartikel
Fava, M., Nolan, S., Kradin, R., & Rosenbaum, J. (1995). Gender differences in hostility among depressed and medical outpatients. The Journal of Nervous and Mental Disease, 183(1), 10–14. Haynes-Mendez, K. D., Nolan, S. A., Littleford, L. N., & Woolf, L. M. (2022). Diversity, equity, inclusion, and internationalization: Past, present, and future of STP. Teaching of Psychology, 00986283221126424. Mannion, K. H., & Nolan, S. A. (2020). The effect of smartphones on anxiety: An attachment issue or fear of missing out? Cogent Psychology, 7(1), 1869378. Morgan-Consoli, M. L., Inman, A. G., Bullock, M., & Nolan, S. A. (2018). Framework for competencies for US psychologists engaging internationally. International Perspectives in Psychology: Research, Practice, Consultation, 7(3), 174–188. Nolan, S. A., Buckner, J. P., Marzabadi, C. H., & Kuck, V. J. (2008). Training and mentoring of chemists: A study of gender disparity. Sex Roles, 58(3), 235-250. Nolan, S. A., Flynn, C., & Garber, J. (2003). Prospective relations between rejection and depression in young adolescents. Journal of Personality and Social Psychology, 85(4), 745–755. Nolan, S. A., Roberts, J. E., & Gotlib, I. H. (1998). Neuroticism and ruminative response style as predictors of change in depressive symptomatology. Cognitive Therapy and Research, 22(5), 445–455.
Weblinks
Webseite an der Seton Hall University Susan A. Nolans ORCID Susan A. Nolan bei Google Scholar
Belege
Kategorie:Psychologe Kategorie:Hochschullehrer (Seton Hall University) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Frau Kategorie:Geboren 1968