Panther Lake ist die Prozessorarchitektur der Core-Ultra-Serie-3-Prozessoren von Intel für mobile Systeme. Sie wurde im Januar 2026 vorgestellt und ist der Nachfolger der Intel-Lunar-Lake-Mikroarchitektur. Als Teil von Intels langfristiger Strategie zur Rückkehr zu technologischer Führerschaft in der Halbleiterfertigung (IDM 2.0) ist es die erste Client-CPU-Generation des Unternehmens, die auf dem Fertigungsprozess Intel 18A basiert. Erstmalig werden Gate-All-Around-Transistoren (GAA FET), bei Intel unter dem Namen RibbonFET sowie auch die rückseitige Stromversorgung Backside Power Delivery, bei Intel auch PowerVia genannt, genutzt. Verbunden werden alle Tiles mittels Intel Foveros 2.5D Technologie. Der SoC-Tile wurde in den Compute-Tile integriert.
Gefertigt werden die Prozessoren gemischt: Der Compute-Tile entsteht im neuen 18A-Verfahren bei Intel, der Grafik-Tile im Intel 3- oder TSMC N3E-Verfahren und der I/O-Tile im 6-nm-Verfahren von TSMC.
Neuerungen Compute-Tile E-Kerne (Darkmont Cove), LP-E-Kerne (Darkmont; LP: Low Power) und P-Kerne (Cougar Cove) LPDDR5X bis 9.600 MT/s DDR5 bis 7.200 MT/s
Platform Controller-Tile Thunderbolt 5 (integriert in ausgewählten Plattformen) Wi-Fi 7 Bluetooth 6
Grafik-Tile Die integrierte GPU basiert auf der Xe3-Architektur und bietet zwischen 4 und 12 Xe-Kerne In der höchsten Ausbaustufe (12 Xe-Kerne) wird bei vergleichbarem Stromverbrauch etwa die doppelte Leistung der Lunar-Lake-GPU erreicht Die Vektor- und Matrix-Engines verdoppeln den FP16- und INT8-Durchsatz im Vergleich zu Xe2 Hardwarebeschleunigung für Raytracing (modellabhängig) Unterstützung aktueller Grafik-APIs (DirectX 12 Ultimate, Vulkan) Die Medien-Engine bietet 10-Bit-Unterstützung für AV1, AVC und die Sony-XAVC-Formate Intel Xe Super Sampling (XeSS) Super resolution (SS), als Echtzeit-Upscaling-Technologie und multi-frame generation (MFG) für Computerspiele wird unterstützt, beide Features sind vergleichbar mit DLSS von Nvidia
NPU kleiner und deutlich stromsparender Unterstützung für INT8 und FP8 neben FP16 bis zu 50 TOPS (NPU allein) kombiniert bis zu 180 TOPS (10 TOPS CPU + 120 TOPS GPU + 50 TOPS NPU)
Produkte Die Produktreihe umfasst mehrere Modelle innerhalb der Serien:
Core Ultra 5 Core Ultra 7 Core Ultra X7 Core Ultra 9 Core Ultra X9
Die Unterschiede betreffen Kernanzahl, Taktfrequenz, Cache-Größe und GPU-Konfiguration.
Architektur Panther Lake verwendet eine hybride Architektur mit drei Kerntypen: Performance-Kerne (P-Kerne): Cougar Cove Effizienz-Kerne (E-Kerne): Darkmont Low-Power-E-Kerne (LP-E): Darkmont für Hintergrund- und Idle-Aufgaben
Eigenschaften Verbesserte IPC gegenüber Arrow Lake Weiterentwickelter Thread Director zur Lastverteilung Optimierte Energieverwaltung pro Kerncluster
Cache-Hierarchie Die Cache-Struktur wurde gegenüber dem Vorgänger erweitert:
L1-Cache: getrennt für Daten und Instruktionen pro Kern L2-Cache: vergrößert pro Kerncluster (insbesondere für E-Kerne) L3-Cache (Last Level Cache): gemeinsam genutzt, bis 18 MB
Ziel ist eine Reduktion von Speicherlatenzen sowie eine bessere Skalierung bei Multithread-Anwendungen.
Einsatzbereiche Ultrabooks Premium-Notebooks Mobile Workstations
Siehe auch Liste der Intel-Prozessoren
Weblinks Panther-Lake-Prozessoren
Einzelnachweise
Kategorie:Prozessorarchitektur Kategorie:Intel-Prozessor