Oleuropein ist ein natürlich vorkommender sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Secoiridoid-Glykoside. Er zählt zu den wichtigsten phenolischen Verbindungen in Olivenbäumen (Olea europaea) und ist maßgeblich für den bitteren Geschmack von Oliven und Olivenblättern verantwortlich. Chemisch handelt es sich um eine komplexe Verbindung aus einem Zuckerbaustein (Glukose), einem phenolischen Alkohol und einer iridoidartigen Struktur. Oleuropein gehört zu den Phytoöstrogenen und besitzt ausgeprägte antioxidative Eigenschaften.
Name Der Name „Oleuropein“ leitet sich von der Pflanzengattung Olea (Olivenbaum) und dem europäischen Verbreitungsgebiet („europaea“) ab.
Vorkommen mini|links|Olea europaea
Oleuropein kommt hauptsächlich im Olivenbaum (Olea europaea) vor. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in den Blättern, aber auch in unreifen Olivenfrüchten und in geringerem Ausmaß im Olivenöl. Während des Reifungsprozesses der Oliven wird Oleuropein enzymatisch abgebaut, wodurch der bittere Geschmack abnimmt.
Bedeutung In der Pflanze dient Oleuropein als Schutzstoff gegen Schädlinge und Mikroorganismen. Aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften trägt es zur Stabilität pflanzlicher Gewebe bei. Für den Menschen ist Oleuropein vor allem im Zusammenhang mit der mediterranen Ernährung von Bedeutung, da es als einer der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe von Olivenprodukten gilt.
Medizinische Forschung Oleuropein wird aufgrund möglicher antioxidativer, entzündungshemmender und blutdrucksenkender Eigenschaften untersucht.
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