mini|Blick auf Oituz Oituz (bis 1968 Grozești; ) ist eine Gemeinde im Kreis Bacău in der historischen Region Moldau in Rumänien.
Geographische Lage Die Gemeinde Oituz liegt im Südwesten des Kreises Bacău, am Oberlauf des Flusses Oituz – ein Nebenfluss des Trotuș. Zu den wichtigsten Nebenflüssen des Oituz auf dem Gebiet der Gemeinde zählen die Bäche Caraslău, Ghergheanoș, Brezoaia, Leșunț und Hățman. Die Gemeinde wird von der Nationalstraße DN11 durchquert. Im Gemeindesitz Oituz zweigt von dieser Straße die Kreisstraße DJ116 ab, die in nördliche Richtung nach Târgu Ocna führt, wo sie sich mit der DN12A kreuzt.
Demografie Laut der 2021 durchgeführten Volkszählung beläuft sich die Einwohnerzahl der Gemeinde Oituz auf 8.701 Einwohner. 8128 waren Rumänen, 83 Magyaren, je drei bekannten sich als Italiener und Roma und restliche machten keine Angaben zu deren Ethnie.Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
Geschichte 1410 wird der Ort Oituz (ehemals Grozești) erstmals urkundlich erwähnt.Angaben auf der Gemeindedarstellung von Oituz, abgerufen am 21. April 2026 (rumänisch). Bis 1968 trug die Gemeinde den Namen Grozești. Zwischen 1920 und 1950 und gehörte die Gemeinde zum Bezirk Trotuș im Kreis Bacău und bestand aus den Dörfern Grozești, Ferăstrău, Marginea und Călcâiu. Der damalige Weiler Grozești gehörte einem gleichnamigen Offizier.George Ioan Lahovari: Marele Dicționar Geografic Al Romaniei, Vol III, S. 653 (rumänisch). Digitalisat
1865 werden in Grozești eine orthodoxe Kirchen um 1734 errichtet und eine katholische Kirche, auf deren Kirchenglocke das Jahr 1568 aufgezeichnet ist, sowie auch eine katholische Kapelle vermerkt. Des Weiteren lebten in 883 Familien 3288 Menschen; 1660 Rumänen, 1538 Ungarn, 58 Juden, 14 Italiener, zehn Armenier. Zu jener Zeit erstreckte sich die Gemeinde auf etwa 18.000 Hektar, davon waren 12.000 Hektar bewaldet. Im Ort Oituz lebten in 683 Familien 2653 Menschen. Hier gab es eine gemischte Schule mit etwa 50 Schüler. Das Dorf Poiana Sărată befand sich damals im Komitat Háromszék einer Verwaltungseinheit in Siebenbürgen Teil des Königreichs Ungarn.
Historische Denkmäler Im Gemeindesitz Oituz befindet sich das Denkmal für die Kavalleriehelden des Ersten Weltkriegs, ein Denkmal oder Grabmal das 1924 auf dem Hügel Coșna in der Nähe des Dorfes Oituz errichtet wurde und unter Denkmalschutz steht.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 469 kB). Im Dorf Poiana Sărată befindet sich der Heldenfriedhof zwischen 1928 und 1930 errichtet.Cimitirul Eroilor bei poiana-sarata.ro, abgerufen am 21. April 2026 (rumänisch).
Persönlichkeiten Emanoil Riegler (1854–1929), Arzt, Pharmakologe, Universitätsprofessor an der Medizinischen Fakultät in Iași und korrespondierendes Mitglied der Rumänischen Akademie, Zwillingsbruder von Mauriciu Riegler.Angaben zu Emanoil Riegler, abgerufen am 21. April 2026 (rumänisch). Eugen Cristescu (1895–1950), Leiter des Geheimdienstes Rumäniens im Zeitraum vom 12. November 1940– 1. März 1945.Tiberiu Tănase: Eugen Cristescu, șeful spionilor români bei historia.ro, abgerufen am 21. April 2026 (rumänisch). Mauriciu Riegler (1854 (1855Angaveb zu Mauriciu Riegler auf der Website der Stadt Roman, abgerufen am 21. April 2026 (rumänisch).)–1925), rumänischer Arzt und Politiker, Bürgermeister der Stadt Roman im Zeitraum 1905–1907. Aurora Gruescu (1914–2005), die erste Forstingenieurin der Welt und die erste Rumänin, die in das Guinness-Buch aufgenommen wurde Olga Tudorache (1929–2017), Schauspielerin und Universitätsprofessorin in Bukarest.
Weblinks
Oituz bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Bacău