Franz Anton Pigneth († 19. Februar 1720) war ein österreichischer Stückgießer.
Leben Über die Herkunft von Franz Anton Pigneth ist nichts bekannt. Er heiratete die Witwe von Florentin Streckfuß und führte am 19. Dezember 1716 den Titel Kaiserlicher Hof-, Stück- und Glockengießer der Kaiserlichen Gusshütte am Sacktor in Graz.
Pigneth verstarb am 19. Februar 1720 bereits nach 4 Jahren Tätigkeit. Theresia, zum zweiten Mal Witwe, heiratete bald danach Franz Anton Weyer, welcher auch Geschäftsnachfolger wurde.
Werk Im Jahr 1719 richtete er im Garten vom Stift Admont ein Wasserwerk ein. 1720 lieferte er für die Hofkammer eine von ihm erfundene Feuerspritze.
Die Glocken von Pigneth entsprechen in Form und Zier den Glocken seines Vorgängers Florentin Streckfuß und sehen diesen sehr ähnlich sind aber klanglich nicht so gut. Der Septimtyp hat einen eher mittelmäßigen Klang.
Von den drei erhaltenen Glocken hängt seine schönste und größte in St. Anna am Aigen. 1716: Pfarrkirche Sankt Anna am Aigen (Dm 127 cm) 1720: Pfarrkirche Hall bei Admont 1720: Pfarrkirche St. Nikolai im Sölktal
Literatur Steiermark. Kaiserliche Gußhütte am Sacktor. Franz Anton Pigneth (1716–1720). In: Jörg Wernisch: Glockenkunde von Österreich. Journal Verlag, Lienz in Osttirol 2006, ISBN 3-902128-10-0, S. 168.
Kategorie:Glockengießer (Österreich) Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Person (Steiermark) Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1720 Kategorie:Mann