Hans Jörg Rothamel (* 13. August 1937 in Leipzig; † 28. März 2025) war ein deutscher Ingenieur und Fachautor. Er galt als einer der maßgeblichen Wegbereiter der digitalen Telekommunikation in Deutschland, insbesondere im Bereich der ISDN- und Breitbandtechnologien.

Leben und Wirken Hans Jörg Rothamel wurde in Leipzig geboren und war über mehrere Jahrzehnte für die Siemens AG in München tätig. Seit 1975 lebte er in Puchheim. In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Siemens AG arbeitete er in leitenden Positionen für Kommunikationsnetze. Sein Arbeitsschwerpunkt lag auf der Standardisierung und qualitativen Analyse zukünftiger Netzdienste.

Rothamel leistete Pionierarbeit bei der Einführung des Integrated Services Digital Network (ISDN) und dessen Erweiterung zum Breitband-ISDN (B-ISDN). Bereits in den 1980er Jahren veröffentlichte er wegweisende Studien zu den Anforderungen an Netze für die Videodatenkompression und Multimedia-Anwendungen.Heinrich Armbrüster. Hans Jörg Rothamel; Breitbandanwendungen und -dienste: Qualitative und quantitative Anforderungen an künftige Netze; ntz. Bd. 43, Heil 3. 1990. pp.150-159. Als Experte vertrat er die deutschen Interessen in internationalen Standardisierungsgremien wie der ITU-T.

Einem breiten Fachpublikum wurde er als Mitautor des Standardwerks ISDN – Das dienstintegrierende digitale Nachrichtennetz bekannt, das über mehrere Auflagen hinweg die technische Ausbildung von Nachrichtentechnikern in Deutschland prägte.

Publikationen (Auswahl) ISDN – Das dienstintegrierende digitale Nachrichtennetz: Grundlagen und Technik. (zusammen mit Peter Bocker). 3. völlig neu bearb. Auflage, Springer, Berlin/Heidelberg 1990, ISBN 978-3-540-52317-8. Breitband-ISDN: Technik, Dienste, Einführungsszenarien. In: Telcom Report. Siemens, 1990. Qualität von Videodiensten in Breitbandnetzen. Fachartikel in: NTZ (Nachrichtentechnische Zeitschrift).

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