Claire Heafford ist eine britische ehemalige Turnerin und Aktivistin gegen Missbrauch im Turnsport. Sie wurde als Mitbegründerin und Geschäftsführerin von Gymnasts for Change International bekannt, einer in London ansässigen Interessenvertretung für Betroffene im Turnen.

Leben Heafford trainierte Anfang der 1990er-Jahre unter Wladimir Aksjonow an einem Stützpunkt im südenglischen Surrey. Sie studierte zeitgenössische Kunst und Kulturtheorie und arbeitete später in den Bereichen physisches Theater und Lucha Libre. Im Jahr 2011 wurde sie, als sie als Erwachsene in den Sport zurückkehrte, Zeugin eines schweren Übergriffs auf ein zehnjähriges Kind und trat danach als Hinweisgeberin gegen missbräuchliche Trainingspraktiken auf. 2017 arbeitete sie als persönliche Trainerin und trat bei Frauen-Wrestlingveranstaltungen in London unter der Ringfigur „Rag Doll“ auf.

Wirken Im Jahr 2020 gehörte Heafford zu den Turnerinnen, die British Gymnastics körperlichen und emotionalen Missbrauch sowie Zwangskontrolle vorwarfen. Die von Heafford mitgegründete Organisation Gymnasts for Change will das Ausmaß der Missstände auch über die laufende Untersuchung hinaus sichtbar machen. Einer Gruppenklage gegen British Gymnastic schlossen sich zahlreiche frühere Turnerinnen an. Der Zwischenbericht der Whyte Review verzeichnete fast 400 Eingaben und 39 Verweise an Behörden. Heaffords Arbeit gilt als wesentlicher Faktor dafür, dass die Untersuchung diese Reichweite erreichte. 2026 zählte Gymnasts for Change International mehr als hundert Mitglieder aus mehreren Ländern und ist von der Oak Foundation finanziert. Zu Heaffords reformpolitischen Forderungen gehören mehr Transparenz über Sanktionen gegen Trainer, eine stärkere Athletenvertretung und eine Anhebung des Mindestalters im internationalen Turnen.

Einzelnachweise

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