Bruno Brandes (* 1996 in Berlin) ist ein deutscher Theaterautor, Regisseur und Dramaturg.
Wirken Brandes wuchs in Berlin-Neukölln auf. Von 2017 bis 2021 studierte er Szenische Künste an der Universität Hildesheim sowie im Anschluss den Master Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste. Im Rahmen eines Austauschs studierte er in der Vertiefung Bühnenbild und Lichtdesign an der ENSATT in Lyon. Sein Studium beendete er im Sommer 2025 mit der Arbeit Acting Crisis, die auf Grundlage von Text entstand, der sich „entlang dunkler werdender Zeit bewegt, darin versucht, entgegen einem passiven Erleben von Zerstörung, nicht in Einsamkeit und Stille festzustecken, miteinander in Bewegung zu bleiben“.
Seine Texte wurden in Werkstattinszenierungen am Schauspiel Hannover, Theater Magdeburg, Staatstheater Braunschweig und Schauspielhaus Graz gezeigt und waren für zahlreiche Preise nominiert. Er inszeniert in der Freien Szene an Häusern in Berlin, Hamburg, München, Zürich und Hildesheim und ist Stipendiat des deutschen Literaturfonds und Fonds Darstellende Künste. Die Stücke sind Bestandteil einer sich fortsetzenden Arbeit, „die in einer kontinuierlichen Befragung der Gegenwart die Prozesse durchzieht und in den Aufführungen zu den Anwesenden geöffnet wird“.
Vermehrt entwickelt er Arbeiten für öffentliche und spezifische Räume. So entstand im März 2024 eine Arbeit für die Tropenhäuser des neuen Botanischen Gartens in Zürich. Im Mai 2026 folgte ein mehrstündiger Abend im Skatepark auf der Stadionbrache in Zürich, der Performance, gemeinsames Abendessen und Konzerte vereinte. Ein Fokus dieser Arbeit liegt auf dem Schaffen und Verhandeln geteilter Räume.
Neben der künstlerischen Arbeit studierte er Biodiversität an der Universität Zürich mit Schwerpunkt auf der Begleitung von Klimatransformationsprozessen in ökologisch sensiblen Gebieten. Diese Forschung ist begleitet von der Entwicklung von Formaten, die vorhandenes Wissen über akademische und wissenschaftliche Institutionen hinaus zugänglich machen.
Darüber hinaus übernimmt Brandes ab März 2026 die Dramaturgie und Co-Leitung der Commissioned Works des Pop-Kultur Festivals Berlin.
Theater (Auswahl) 2019: Manchmal seufze ich und denke: Ich bin ein einsamer Stern (Burgtheater Domäne Marienburg, Hildesheim) 2020: Mein letzter Vampirfilm im Kapitalismus (Film, Hildesheim) 2021: Mein Ideal ist so schön, ich kann es mir mein Leben lang ansehen (Burgtheater Domäne Marienburg, Hildesheim) 2021: I try so hard and it still isn't enough (für einen sportlichen Kombi) (Dieselhalle Hildesheim) 2021: Splitter of broken realities in meinem Herzen (TD Berlin) 2022: Music for Liminal Gardens (Theaterhaus Hildesheim) 2022: Don't Fear Einbruch des Realen (Zentralwäscherei, Zürich) 2023: Inseln der Vereinzelung (TD Berlin) 2023: Das Ende von Irgendwas (Theater der Künste, Zürich) 2024: The Ways That I Learned Led Into Ruins (Neuer Botanischer Garten, Zürich) 2025: Acting Crisis (The Valley Hall, Zürich) 2026 In jedem Versuch die Möglichkeit einer Welt (Skatepark Stadionbrache, Zürich)
Auszeichnungen 2019: Publikumspreis des Writers Studio am Schauspiel Hannover 2021: Nominierung Retzhofer Dramapreis 2021: Finalist Lange Nacht der jungen Dramatik am Theater Magdeburg und Staatstheater Braunschweig 2021: Einladung zum Monologfestival am TD Berlin 2022: Stipendiat des Deutschen Literaturfonds 2022: Recherchestipendium des Fonds Darstellende Künste 2023: Preisträger Ubisoft Forward 2023: Residenz Fleetstreet Theater Hamburg 2026: Inkubator Fabriktheater Zürich 2026: Residenz Creative Climate Changemaker
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