Simone Haug (* 1981 in Bern) ist eine Schweizer Film- und Medienkünstlerin, Fotografin, Malerin und Textilkünstlerin. Sie lebt und arbeitet in Biel/Bienne.

Leben und Werk Simone Haug studierte Soziologie und Visuelle Anthropologie in Bern sowie Bildende Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

2018 verbrachte Haug drei Monate als Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin in der Villa Serpentara. Ausgehend von Gesprächen mit Menschen vor Ort in Olevano und Bellegra schuf sie dort Werke auf Wachstischtüchern, welche sie mit weisser Farbe grundierte und dann von Bekannten beim Essen benutzen liess. Parallel dazu schuf sie Malereien, die als deren freie Übersetzung gelesen werden können. Die in dieser Zusammenarbeit entstandenen Werke erhielten den Titel Sale e Pepe (2018).

Das fotografische Werk von Haug umspannt sowohl Kunst- als auch Dokumentar- und Reportagefotografie. Ihr anthropologisches Interesse fokussiert sich dabei unter anderem auf Textilien und Webtraditionen. Neben Aufenthalten in Nepal, dem Iran, Rumänien, der Schweiz, Indien und der Türkei führte ihre Beschäftigung mit Webtechniken sie 2017 nach Kaschmir, wo sie die lokalen Traditionen der Weberinnen und Weber fotografisch dokumentierte. Zwischen 2018 und 2020 begleitete sie in einem Kunstprojekt im Webatelier der Justizvollzugsanstalt Thorberg die Webarbeiten dreier Gefängnisinsassen.

Über diese dokumentarischen Arbeiten hinaus schuf Haug eigene Teppiche, in welche sie Einflüsse sowohl aus dem Bereich der anatolischen als auch skandinavischen Textiltradition einfliessen liess.

Auszeichnungen (Auswahl) Im Jahr 2018 erhielt Simone Haug ein Stipendium der Akademie der Künste Berlin für einen dreimonatigen Aufenthalt in der Villa Serpentara.

2020 wurde sie mit dem Prix Maude Mottier des Kunsthauses Centre d’art Pasquart in Biel/Bienne ausgezeichnet, in welchem sie im selben Jahr Teil der kantonsübergreifenden Ausstellung Cantonale Berne Jura 2020 war.

Ausstellungen (Auswahl) 2026: Drifted Spaces, Reflector Gallery, Bern 2026: Lokal-int, Biel/Bienne 2025: Cantonale Berne Jura, Kunsthaus Biel 2024: Werte im Wandel 2, Die Kunstsammlung Kanton Bern zu Gast im Kunsthaus Interlaken 2024: Why Compare?, FRISE – Künstler*innenhaus, Hamburg 2024: Le Chien Sosis, Smallville, Neuchatel 2024: Perfect Sunday #6, MAGAZIN Biel/Bienne 2023: étage 19, Nidau 2022: What Matters, Akademie der Künste (Berlin) 2022: Olevano Romano – Vermessung eines Mythos, Deutsche Akademie Rom Villa Massimo 2021: Cantonale Berne Jura, Kunstmuseum Thun 2021: Dreamers Vol 1, Museo Riso, Palermo 2020: Cantonale Berne Jura, Kunsthaus Centre d’art Pasquart, Biel/Bienne 2019: MACRO ASILO, Museo d’Arte Contemporanea di Roma 2019: Aeschlimann-Corti Stipendium 2019, Kunstmuseum Thun 2019: Cantonale Berne Jura, Kunsthaus Centre d’art Pasquart, Biel/Bienne 2018: Deutsche Akademie Rom Villa Massimo 2018: Cantonale Berne Jura, Kunstmuseum Thun 2018: O.M.M. Out of Memory, Biblioteca Angelica, Rom

Veröffentlichungen

Weblinks

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Einzelnachweise

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