mini|Verbreitungsgebiet der Cabanisdrossel

Die Cabanisdrossel (Turdus plebejus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Der Vogel kommt von Mexiko bis Panama vor.

Der Lebensraum umfasst feuchten Bergwald, Waldränder, Weiden mit einzelnen, moosbewachsenen Bäumen, außerhalb der Brutzeit auch niedrigen Sekundärwald, Lichtungen und beerentragende Bäume von (1200–)1800–3500 m. ü. M. beziehungsweise bis zur Baumgrenze, mitunter aber auch bis 900 m Höhe nachgewiesen.R. Garrigues, R. Dean: The Birds of Costa Rica. Ithaca: 2007. ISBN 978-0-8014-7373-9G. R. Angehr, R. Dean: The Birds of Panama. Ithaca: 2010 ISBN 978-0-8014-7674-7

Der Artzusatz kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Der Vogel misst 23–25 cm und wiegt 81–92 g, eine wenig farbenprächtige Drossel, bei der die Geschlechter nahezu identisch ausschauen, insgesamt sehr dunkel olivbraun, Flügel und Schwanz sind noch dunkler, die angedeutet gestrichelte Kehle ist etwas blasser. Die Iris ist dunkelbraun, der Schnabel schwärzlich braun, die Beine sind braun bis dunkelbraun. Jungvögel sind an der Oberseite zimtfarben gefleckt, Kehle und Unterseite sind zimtfarben, dunkler geschuppt, die Unterschwanzdecken sind weniger deutlich gezeichnet.

Einen schwarzen Schnabel haben bei den Drosseln nur noch die Blaßsteißdrossel (Turdus obsoletus), die mehr Brauntöne aufweist, an der Unterseite und am Steiß weiß ist, und die Graukehl-Musendrossel (Catharus gracilirostris), die viel kleiner ist und ein braunes Brustband hat. Die Gilbdrossel (Turdus grayi) ist heller sandbraun mit gelbem Schnabel, fleischfarbenen Füßen. Weibchen der Guatemaladrossel (Turdus infuscatus) können ähnlich aussehen, haben aber gelbe Füße, sind brauner und weniger grau, die Kehle ist blasser und deutlicher abgesetzt, auch Jungvögel dieser Drossel sind matter graubraun mit gelblichem Schnabel. Jungvögel der Rotnackendrossel (Turdus rufitorques) können ähnlich sein, sind aber dunkler und haben gelben Schnabel.C. A. Soberanes-González, C. I. Rodríguez-Flores, M. d. C. Arizmendi, G. M. Kirwan und T. S. Schulenberg: Mountain Thrush (Turdus plebejus), version 1.0. In: T. S. Schulenberg (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Turdus plebejus

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List 15.1 ThrushesAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025HBW und BirdLife International: Handbook of the Birds of the World and BirdLife International digital checklist of the birds of the world, 2025, Version 10. Abgerufen am 30. Januar 2026 T. p. plebejus , 1861, Nominatform – Costa Rica und Westpanama T. p. differens (, 1901)E. W. Nelson: Merula plebeia differens. In: Proceedings of the Biological Society of Washington, Band 14, S. 175, 1901, Biodiversity Library – Südostmexiko und Guatemala, größer, brauner, Kehle fast ungestrichelt und ähnlich wie die Brust gefärbt T. p. rafaelensis & , 1925W. D. Miller und L. Griscom: Turdus plebejus rafaelensis. In: American Museum Novitates, Nummer 183, S. 4, 1925, Digitallibrary – Nicaragua und Honduras, farblich zwischen den beiden genannten Unterarten: dunkel haarbraun oben anstatt olivbraun oder sepibraun, Kehle weniger gestrichelt, unten weniger grau und ohne umbra-Tönung, Unterschwanzdecken gelbbräunlich, Schnabel bräunlich, insgesamt deutlich kleiner.

Von „Birds of the World“ und von der „Clements Checklist of Birds of the World“J, F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Downloads wird die Unterart T. p. rafaelensis nicht anerkannt, sondern der Unterart T. p. differens zugeschlagen.

Stimme Der Gesang wird als monotone Folge von in der Höhe und Länge nur gering variierenden Lauten beschrieben wie „cheechuchree-chichuchee“, Rufe als „kwek-kwek-kwek-kwek-kwek“ oder „chowk-chowk“ sowie als hohes dünnes „sip“ im Fluge.

Lebensweise Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Pflanzensamen und Beerenobst aller Art, auch aus Insekten und anderen Wirbellosen, die auf allen Waldebenen gesucht werden, meist einzeln oder paarweise. Außerhalb der Brutzeit bilden sich größere Gruppen.

Die Brutzeit liegt zwischen März und Juni in Costa Rica. Das Nest ist eine massige Schale aus Moos, mit Pflanzenmaterial ausgelegt auf einem dichten Epiphyten in einem Baum 3–12 m über dem Boden. Das Gelege besteht aus 2–3 unmarkierten blau grünen Eiern.

Gefährdungssituation Die Cabanisdrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur J. L. Cabanis: Turdus plebejus. In: Uebersicht der im Berliner Museum befindlichen Vögel von Costa Rica. In: Journal für Ornithologie, Band 8, Nummer 47, S. 323, 1861, Biodiversity Library

Weblinks

Macaulay Library

Oiseaux.net

Einzelnachweise

Kategorie:Drosseln