mini|Azade Shahmiri (2020) Azade Shahmiri (; * 1982) ist eine iranische Theater- und Performancekünstlerin. Für Aufmerksamkeit sorgte sie mit Sprachlosigkeit (بیصدایی) und Quasi.
Leben Shahmiri wurde 1982 geboren und studierte an der Universität Teheran dramatische Literatur. Im Jahr 2009 erhielt sie beim 12. Internationalen Universitätstheaterfestival in Teheran für Schwarze Haut, weiße Masken (پوست سیاه، صورتکهای سفید) den Preis für den besten Dramentext. In den folgenden Jahren war sie auch in jurierenden und auswählenden Kontexten präsent, 2012 als Jurymitglied des Zürcher Theater Spektakels und 2016 als Mitglied des Auswahlgremiums des Forschungsbereichs des 19. Internationalen Universitätstheaterfestivals im Iran.
Wirken Zu Shahmiris frühen international gezeigten Arbeiten gehört die Lecture-Performance Damaskus (دمشق), die 2015 in Gwangju gezeigt wurde und die historische Bildgeschichte der Stadt Damaskus thematisiert. Sprachlosigkeit ist in das Jahr 2070 verlegt und erzählt von der Suche nach der Wahrheit über ein ungeklärtes Verschwinden in einer dystopischen Gesellschaft. Shahmiri beschrieb den Ausgangspunkt von Sprachlosigkeit einmal als die künstlerische Verarbeitung des nie aufgeklärten Todes ihres Vaters sowie als Analyse davon, wie Gegenwart und Zukunft von bruchstückhafter Vergangenheit geprägt werden. Mit Quasi, das 2021 bei den Wiener Festwochen uraufgeführt wurde, arbeitete sie erneut mit Fragmenten: Unvollendete Filmaufnahmen aus einem Teheraner Kaffeehaus aus dem Jahr 2001 wurden zur Grundlage einer bewusst offenen, nichtlinearen Bühnenerzählung. Ihre 2026 angekündigte filmische Performance Du und ich sahen den Garten durch jenen kalten, düsteren Spalt (من و تو از آن روزنه سرد عبوس باغ را دیدیم) interpretiert Gärten im Iran als Orte von Macht, Erinnerung und Protest.
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Einzelnachweise
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