Die Herren von Steinbrink (auch: Steynbrinke, Steynbruckin, Steinbrücken o. ä.) waren ein niederrheinisches Uradelsgeschlecht mit Stammsitz auf dem Steinbrinker Hof zu Eckum in der heutigen Gemeinde Rommerskirchen.

Geschichte Das Geschlecht trat erstmals in den Jahren 1314 und 1315 urkundlich auf. Zu dieser Zeit verkaufte die Witwe des Ritters Jonas von Steinbrink, der den gleichnamigen Hof vom Kloster Knechtsteden pachtete, Getrudis, mit ihren Kindern, Heinrich, Jonatas und Cäcilia, den später als „Blöcherhof“ bekannten Hof zu Eggershoven an St. Maria im Kapitol. Ferner verzichteten die Brüder Mathias und Reynard von Steynbrinke auf sämtliche Ansprüche; als Zeugen traten die Brüder der Gertrudis, Gerlach und Jonas, auf. All das deutet auf den Niedergang des Geschlechts hin, da sie wahrscheinlich aus finanzieller Not Allod verkaufen. Diese These wird von der Tatsache gestützt, dass der 1334 erwähnte Johannes von Steynbruckin in den Knappenstand absank. 1324 war Mathias von Steinbrücken Pächter des Steinbrinker Hofes. 1354 erschienen Johann Steinbrink sowie sein Sohn Christian. Als Schultheiß zu Lövenich erschien 1389 ein Johann Steinbrink; seine Angehörigkeit zum Geschlecht der Ritter von Steinbrink ist jedoch unbelegt. Der letzte bekannte Spross des Geschlechts ist Reynart von Steinbrink, der in den Jahren 1428 und 1453 als Halfe des Steinbrinker Hofes sowie Schöffe des Gerichts zu Rommerskirchen belegt ist.

Literatur

Josef Schmitz: Rittersitze, Stiftshöfe und Klostergüter am Gillbach (= Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Rommerskirchen Band V), Rommerskirchen 2008, S. 92–95.

Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht