mini|Burgsdorf auf einem Ausschnitt des Urmesstischblatts Nr. 3841 von 1842 Burgsdorf ist eine im Spätmittelalter wüst gefallene Dorfstätte auf der Feldmark von Bad Belzig im heutigen Landkreis Potsdam-Mittelmark.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 68)

Geografische Lage Die Lage der Wüstung befand sich an der Kreuzung der Wege Belzig–Weitzgrund und Lübnitz–Lütte, wie das Urmesstischblatt 2106 Belzig von 1842 belegt.

Geschichte und Etymologie Etymologie Historische Namensformen sind 1419/1420 Czu Borchstorff, 1521 die Dorfstette Burgstorf genant bei Beltitz gelegen sowie 1842 Feldmark Burgsdorf. Der Name leitet sich von einem Mann mit dem deutschen Personennamen Borchard (Burghard) ab.Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 31, ISBN 3-937233-17-2.

Geschichte Die Grundherrschaft wechselte mehrfach: 1419/1420 besaßen die von Thümen sieben Hufen in Burgsdorf, 1468 bis 1521 sind die Gertitz belegt, 1521 bis 1547 die von Oppen, 1547 bis 1569 die Brandt von Lindau zu Wiesenburg, 1569 bis 1571 erneut die von Oppen und von 1571 bis 1872 schließlich die Stadt Belzig über die wüste Dorfstätte, die spätestens 1468 aufgegeben war.

Bereits 1419 war Borgsdorf wahrscheinlich wüst; 1420 verfügten die von Thümen dennoch über sieben Hufen. 1506 entrichteten drei Belziger Einwohner Zinsen von Borgsdorfer Hufen an das Hospital St. Gertrud, und 1718 gehörten 22 wüste Borgsdorfer Hufen zur Belziger Feldmark. Die Flur ging vollständig in der Stadtfeldmark Belzig auf und wurde nicht wiederbesiedelt. Im Jahr 1591 erhielt der Pfarrer von Belzig den Zehnten aus der wüsten Feldmark Borgsdorf.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 69)

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 68 und 69)

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1419 Kategorie:Geographie (Bad Belzig)