mini|Katholische Kirche St. Josef in Duisburg-Aldenrade St. Josef in Aldenrade, einem rechtsrheinischen Stadtteil von Duisburg in Nordrhein-Westfalen, ist eine römisch-katholische Filialkirche der Großpfarrei St. Dionysius (Walsum). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Josef und gehört zum Kreisdekanat Wesel im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine denkmalgeschützte Basilika mit Glockenturm und hat 480 Sitzplätze.

Geschichte Für die neue Schachtanlage „Walsum“ entstanden zwischen 1888 und 1894 sowie zwischen 1909 und 1913 große Bergarbeitersiedlungen nördlich des Dorfkerns von Aldenrade. Weil die Katholiken sich ein eigenes Gotteshaus wünschten, konstituierte sich 1907 ein Kirchenbauverein. Ab 1910 fand Sonntagsgottesdienst im ausgebauten Festsaal der Gastwirtschaft Buhrmann bzw. im Hüllekes-Saal statt. Der Seelsorgebereich Aldenrade wurde 1910 nach der Abtrennung von St. Dionysius (Walsum) in ein selbstständiges Pfarrrektorat umgewandelt und 1915 in eine eigenständige Pfarrei erhoben.

Nach den Plänen des Architekten Josef Franke (Gelsenkirchen) wurde St. Josef 1914–15 errichtet und nach erheblichen Kriegszerstörungen 1946–51 mit starken Veränderungen der Westfassade und des Innenraums wieder aufgebaut. Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika unter einem gestuften Satteldach und Pultdächern. Der eingezogene Chor im Osten hat eine Apsis. Der im Zweiten Weltkrieg nicht beschädigte Eckturm im Südwesten besitzt verblendete Maueroberflächen aus hellrotem bis gelblichrotem Ziegelmauerwerk sowie ein Pyramidendach aus Kupferblech. Die angebaute Sakristei im Südosten ist eine Verlängerung des Seitenschiffes. Im Nordwesten steht ein runder Kapellenanbau. Im Osten befinden sich Profanbauten der Pfarrgemeinde. Mit Ausnahme des Turms haben die Gebäudeteile geputzte Wandflächen mit eingearbeiteten Lisenen aus grünem Sandstein und besitzen Dächer aus dunkelbraunen Dachziegeln.

Zur Gemeinde gehören außerdem das Pfarrhaus von 1915, das 1950 eröffnete und 1981 umgebaute Pfarrheim mit dem Namen „Kolpinghaus“, die Bücherei und Teestube von 1964 sowie die beiden Kindergärten von 1972 und von 1991. Das Gotteshaus St. Josef in Aldenrade steht in der Liste von Sakralbauten in Duisburg und seit 11. November 1997 als Nummer 462 in der Liste der Baudenkmäler in Duisburg-Walsum.

Von St. Josef (Aldenrade) abgepfarrt wurden St. Juliana (Wehofen) 1920, St. Elisabeth (Vierlinden) 1928 und St. Ludgerus (Aldenrade) 1957. Am 1. November 2005 erfolgte die erneute Eingliederung von St. Juliana und St. Ludgerus in die Pfarrei St. Josef, die ab 24. November 2012 als Filialkirche wieder zur Großpfarrei St. Dionysius (Walsum) gehört.

Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Vincentius (Dinslaken), St. Dionysius (Walsum), St. Albertus Magnus (Bruckhausen) und St. Peter und Paul (Voerde) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Dinslaken-Duisburg(Walsum)-Hünxe-Voerde“.

Glocken Im Turm von St. Josef hängen die folgenden drei Kirchenglocken aus Stahl:

Glocke 1: Schlagton: c1; Ø 167 cm; Gießerei: Bochumer Verein (Bochum); Gussjahr: 1915 Glocke 2: Schlagton: es1;Ø 143 cm; Gießerei: Bochumer Verein (Bochum); Gussjahr: 1915 Glocke 3: Schlagton: f1; Ø 133 cm; Gießerei: Bochumer Verein (Bochum); Gussjahr: 1915.

Orgel Die Firma Walcker und Cie. (Ludwigsburg) baute 1956 für St. Josef eine Pfeifenorgel mit 28 Registern und elektrischen Schleifladen.

Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website von St. Josef (Aldenrade) Website vom Kreisdekanat Wesel

Einzelnachweise

Kategorie:Erbaut 1915 Aldenrade Aldenrade Aldenrade Aldenrade Aldenrade Kategorie:Duisburg-Walsum Kategorie:Basilika (Bautyp)