Stefano Trojani (* 1967Ein Tessiner an der Spitze des Schweizer Militärgeheimdienstes auf ticinowelcome.ch, abgerufen am 19. Mai 2026) ist ein Schweizer Berufsoffizier aus dem Kanton Tessin.

Leben Stefano Trojani absolvierte 1990 den Diplomlehrgang der Militärakademie an der ETH Zürich und wurde bis 1999 in verschiedenen Funktionen der Rettungstruppen als Berufsoffizier eingesetzt. Nach einem internationalen Militäreinsatz in der UNOMIG in Georgien wurde er 1999 zum Chef Ausbildung für die Swisscoy-Kontingente der Schweizer Armee und absolvierte selber als Kompaniekommandant einen Einsatz im Kosovo; ebenso war er Mitglied eines Vorausdetachements für einen möglichen Einsatz der Schweizer Armee in Afghanistan, welcher aber später vom Bundesrat nicht realisiert wurde. Danach wurde er in der Armeereform XXI im Bereich der Sonderoperationskräfte (SOK) eingesetzt, bevor er zwischen 2004 und 2008 zum Chef Nachrichtendienst der SOK ernannt wurde. Danach war er zuerst Stellvertreter, bevor Trojani 2011 zum Kommandanten des Ausbildungszentrums Swissint ernannt wurde. Ab 2015 wurde er als Stellvertretender Projektleiter des neuen Kommandos Operationen beordert. 2015 wechselte er in die Privatwirtschaft und war bis 2021 Sicherheitschef des Weltwirtschaftsforums, bevor er 2021 in die öffentliche Verwaltung des Tessins wechselte und dort Projektleiter für die Massenimpfungen und Kontaktnachverfolgung während der COVID-19-Pandemie wurde. Im September 2021 kehrte er zuerst als Projektleiter Sicherheit Waffenplätze in die Armee zurück, bevor er im April 2022 zum Stellvertretenden Chef Militärischer Nachrichtendienst & Dienst für Präventiven Schutz der Armee ernannt wurde und dessen Leitung, unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier, Trojani im Juni 2026 übernahm.Ernennungen von Höheren Stabsoffizieren der Armee, abgerufen am 9. April 2026In der Neue Zürcher Zeitung vom 11. August 2022 auf Seite 9: Geistige Landesverteidigung auf Youtube

Der breiten Schweizer Bevölkerung wurde Trojani 2022 in einem umstrittenen Erklärvideo zu Beginn des russischen Krieges in der Ukraine auf YouTube bekannt. In dem Video versuchte er, dem Publikum die Lehren der Schweizer Armee aus dem Krieg zu vermitteln. In der Folge musste sich sogar der damalige Chef der Armee Thomas Süssli rechtfertigen, so dass weitere geplante Videos nicht mehr realisiert wurden.

Einzelnachweise

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