mini|Maximilian von Podewils-Dürniz (3. v. r.) bei einem Treffen des Informationsausschusses des Deutschen Industrie- und Handelstages (1973) Maximilian Albert Hans Theodor Maria Graf von Podewils-Dürniz (* 17. August 1919 in München; † 10. April 1982 in Zuoz, Schweiz) war ein deutscher Diplomat. Er war u. a. Chef des Protokolls im Auswärtigen Amt (1971–1975) sowie Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kanada (1975–1979) und in Österreich (1979–1982).

Herkunft und Familie Er entstammte dem ursprünglich pommerschen Adelsgeschlecht Podewils. Er war der Sohn des Offiziers Hans von Podewils-Dürniz (1875–1948) und dessen Frau Marie Therese von Zwehl (1881–1959). Sein Großvater väterlicherseits war der bayerische Ministerpräsident Clemens Graf von Podewils-Dürniz (1850–1922); sein Großvater mütterlicherseits der General Theodor von Zwehl und sein Urgroßvater mütterlicherseits der Maler Otto von Faber du Faur (1828–1901). Der Journalist und Schriftsteller Clemens Graf von Podewils war sein Bruder (1905–1978).

Maximilian von Podewils-Dürniz war ab 1948 mit Elisabeth Freiin von Hirschberg (1927–1974) verheiratet, einer Tochter des Generalleutnants Anton Freiherr von Hirschberg (1878–1960) aus dessen Ehe mit Beatrix Freiin von Arnim (1894–1987; Tochter Henning August von Arnim-Schlagenthins). Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1975 ein zweites Mal, die Pullacher Unternehmerin Christina Schoeller, geb. von Miller (1928–2011). Diese war die Witwe des Verpackungsunternehmers Alexander Schoeller (1911–1973; Sohn von Max Schoeller und Vater von Martin Alexander Schoeller) und eine Enkelin Oskar von Millers (1855–1934).Jubiläumsbuch der Schoeller Group (PDF; 21 MB) auf schoeller.org

Maximilian von Podewils-Dürniz starb im April 1982 im Alter von 62 Jahren während eines Osterurlaubs in Graubünden.

Werdegang Maximilian von Podewils-Dürniz kämpfte als Offizier der Kavallerie der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Anschließend war er Kriegsgefangener in Nordamerika. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland studierte er Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre. Er arbeitete zunächst im Bayerischen Wirtschaftsministerium und anschließend von 1949 bis 1952 bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der OEEC in Paris.

1952 trat Maximilian von Podewils-Dürniz in den Auswärtigen Dienst ein. Er wurde zunächst als Wirtschaftsreferent in der Botschaft in Neu Delhi eingesetzt. Von 1957 bis 1960 war er in der handelspolitischen Abteilung in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Bonn tätig. Anschließend leitete er von 1960 bis 1963 das Pressereferat der Botschaft in Teheran. Daraufhin war er Ständiger Vertreter des Botschafters an der Botschaft in Tunis. Ab 1968 leitete er das Referat „Besuche“ in der Protokollabteilung des Auswärtigen Amts. Von 1971 bis 1975 war er schließlich Chef des Protokolls im Auswärtigen Amt. Daraufhin war er von 1975 bis 1979 Botschafter in Kanada und Leiter der Botschaft in Ottawa. Von 1979 bis zu seinem Tod 1982 war er schließlich Botschafter in Österreich und Leiter der Botschaft in Wien. 1974 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Deutscher Botschafter in Kanada Kategorie:Deutscher Botschafter in Österreich Kategorie:Ministerialbeamter (Bayern) Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener Maximilian #Durniz Kategorie:Titulargraf Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1919 Kategorie:Gestorben 1982 Kategorie:Mann