Johann Schloßstein (* 16. Dezember 1823 in Albisheim; † nach 1899) war ein deutscher Unternehmer, Bürgermeister und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.
Leben Johann Schloßstein verfügte in seinem Heimatort über umfangreichen Grundbesitz und betrieb auf seinen Flächen eine Landwirtschaft. Anfang des 19. Jahrhunderts erwarben die Schloßsteins die Albisheimer Steinmühle, die zu einer Ölmühle ausgebaut und in der Rapsöl hergestellt wurde. Zur gleichen Zeit wurde die Papiermühle Albisheim erworben. Dort wurde aus Lumpen und Altkleidern Hadernpapier gefertigtGeschichte der Albisheimer Mühlen Digitalisat.
Er betätigte sich politisch und hatte eine liberale Grundhaltung. 1893 trat er der Nationalliberalen Partei bei. Er gehörte dem Landrath in der Oberpfalz an, der am 15. August 1828 mit dem „Gesetz die Einführung der Landräthe betreffend“ gebildet wurde. Von 1881 bis 1899 hatte er ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den bayerischen Landtag bildete. Als Mitglied der Nationalliberalen Partei wurde er im Wahlkreis Kaiserslautern in den Landtag gewählt. Über viele Jahre übte er dort das Amt des Bürgermeisters aus. Schloßstein war Mitglied des Kunstvereins München, der unter dem Protektorat des Prinzregenten Luitpold stand.
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 15. Wahlperiode)
Weblinks
Einzelnachweise
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