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Die Postanweisung ist der 37. Fernsehfilm der Krimireihe Das Kriminalmuseum. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 5. April 1968 im ZDF.
Handlung Während Anna Seewald einen mehrwöchigen Urlaub genießt, werden in ihrem Haus in Berlin Malerarbeiten vorgenommen. Ihr Sohn Horst schaut regelmäßig nach der Post und auch Anna Seewalds Freundin Frau Langenfeldt hat gelegentlich ein Auge auf das Haus. An einem Sonnabend wird im Keller die Leiche des Geldbriefträgers Seidel gefunden, der bereits am Vortag als vermisst gemeldet worden war. Nach den Recherchen der Polizei müsste er eine Summe von 8.000 D-Mark bei sich gehabt haben, das Geld fehlt aber. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergibt, dass der Mord am Freitag passiert sein muss. Die Spurensicherung stellt fest, dass die Tür zum Garten abgeschlossen und das Schloss verrostet ist, aber vor kurzem geölt wurde. Fingerabdrücke werden nicht gefunden, allerdings ist auch der entsprechende Schlüssel verschwunden. In einer Mülltonne im Garten entdeckt die Polizei ein Paar Handschuhe und einen Totschläger, an dem das Blut des Opfers klebt.
Die Ermittlungen von Kommissar Marquardt und Obermeister Lohmeier konzentrieren sich zunächst auf Horst Seewald und Frau Langenfeldt sowie die Maler Blümlein und Tonio. Zwar hat Blümlein sich gelegentlich an den Kellervorräten bedient, aber für den Tattag haben er und sein Kollege ein Alibi. Die Beamten nehmen Horst Seewald ins Visier, da der Immobilienmakler bereits aktenkundig ist. Aktuell schuldet er einem Geschäftspartner den Betrag von 6.000 D-Mark, den er zwei Tage nach der Tat aber zurückgezahlt hat. Das Geld habe er sich von einem Bekannten, dem Restaurantbesitzer Peter Kronacher, geliehen, der bei der Polizei ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt ist. Ohne Aufforderung präsentiert Kronacher bei einer Befragung die Quittung über die geliehene Summe. Marquardt misstraut der Sache, sie kommt ihm allzu konstruiert vor.
Dann gibt es noch das Studentenehepaar Benning, das bis vor ein paar Tagen zur Untermiete im Haus von Frau Seewald gewohnt hat. An der Uni stellt sich heraus, dass es sich nicht um ein Ehepaar handelt, sondern die beiden sich nur als solches ausgegeben haben, um besser an eine Wohnung zu gelangen. Nach Aussagen eines Kommilitonen Bennings wollte dieser in den Semesterferien in die Türkei zu archäologischen Ausgrabungen reisen, ob die Freundin, Christine Mörsbach, ihn begleitet hat, kann die befragte Kommilitonin Moni von Wiese nicht sagen.
Jochen Benning ist mitnichten in der Türkei, sondern wieder in seiner Heimatstadt Herne, da er die Reise aus finanziellen Gründen nicht antreten konnte. Von der Polizei befragt, gibt er an, nach dem Auszug aus dem Hause Seewald gemeinsam mit Christine einige Tage in einem Hotel in Glienicke verbracht zu haben, da er sein Auto zur Reparatur habe bringen müssen. Christine habe derweil erfahren, dass ihre Mutter krank sei, weshalb sie zu ihr nach Braunschweig gefahren sei. Nachforschungen in Braunschweig indes ergeben, dass die Mutter keinesfalls krank gewesen sei. Christine habe sich nach Auskunft ihrer Eltern mit Jochen überworfen und dann einen Urlaub mit unbekanntem Ziel angetreten.
Tatsächlich erhält Moni von Wiese einige Tage später eine Postkarte aus Füssen von Christine und übergibt sie der Polizei. Vor Ort bestätigt sie den bayerischen Kollegen, sich mit Jochen gestritten und sich daraufhin von ihm getrennt zu haben.
Nach der Rückkehr aus dem Urlaub entdeckt Frau Seewald zwischen ihren Briefen eine Postanweisung über 20 D-Mark, der Absender heißt Flemming und wohnt in Lichterfelde Ost. Der Polizei ist nun klar, dass der Geldbriefträger damit ins Haus gelockt wurde und hat deshalb wieder Horst Seewald in Verdacht, denn der Täter muss einen Schlüssel zum Haus gehabt haben und Seewald kann als einziger kein Alibi vorweisen.
Nach Aussagen des Schriftsachverständigen trägt die Postanweisung allerdings eine weibliche Handschrift, die zur Überraschung der Ermittler nach Abgleich der Postkarte mit der von Christine Mörsbach identisch ist.
Lohmeier befragt den Portier im Hotel Heidehof in Glienicke. Seinen Angaben zufolge hätten „Bennings“ – auch dort hatten sie sich als Ehepaar ausgegeben – das Haus nie verlassen, da Frau Benning krank gewesen sei. Er habe tagsüber Dienst gehabt und würde jeden bemerken, der an der Rezeption vorbeikomme. Doch Lohmeier kann sich vom Gegenteil überzeugen. Der Portier übergibt dem Beamten einen Schlüssel, der beim Saubermachen in Bennings Zimmer gefunden worden war.
Marquardt unterstellt Benning, die vorgetäuschte Krankheit Christines genutzt zu haben, um das Hotel jeden Tag unbemerkt zu verlassen und den Weg des Geldbriefträgers zu verfolgen, dabei gleichzeitig festzustellen, dass das Haus Seewald tagsüber leer stand, da die Maler nur ab dem späten Nachmittag, weil schwarz, gearbeitet hatten. Bei einem Lokaltermin erklärt Marquardt, dass es sich bei dem gefundenen Schlüssel um den Kellerschlüssel handelt und bezichtigt Benning, damit in das Haus eingedrungen zu sein, das Schloss der Eingangstür herausgeschraubt, den eintretenden Seidel niedergeschlagen und in den Keller gebracht und anschließend das Schloss wieder eingebaut zu haben. Dabei habe er die Postanweisung übersehen, die dem Geldbriefträger offenbar aus der Hand gefallen war. Doch Frau Langenfeldt sagt aus, sie habe den Kellerschlüssel am Tag nach der Tat gefunden, er sei vom Schlüsselbrett hinter die darunter stehende Kommode gefallen.
Tatsächlich handelt es sich bei dem Schlüssel um den Zimmerschlüssel Bennings im Hause Seewald. Der wähnt sich bereits in Sicherheit, doch die Ermittler stellen fest, dass der Schlüssel auch für die Kellertür passt. Benning versucht zu fliehen, was die Ermittler als Schuldeingeständnis werten. Noch auf dem Grundstück kann er festgenommen werden.
Weblinks
Die Postanweisung auf der Krimihomepage
Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Fernsehfilm (ZDF) Kategorie:Filmtitel 1968 Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Schwarzweißfilm