mini|hochkant=1.4|Ansicht von Südosten, 2026 mini|hochkant=1.4|Gebäudeecke mit der Schulstube, 2026 Das ehemalige Pfarrhaus ist ein Blockbau im Dorf Elm der Gemeinde Glarus Süd in der Schweiz. Das um 1595 erbaute Pfarrhaus ist ein Denkmalschutzobjekt des Kantons.
Lage Das ehemalige Pfarrhaus (Dorf 26) steht am Nordrand des alten Dorfs. Nördlich benachbart ist das Hotel Sonne von 1875/1876, südlich erhebt sich das Suworowhaus.
Geschichte Die Elmer Kirche wurde in den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts errichtet. Fridolin Elmer aus dem alten Häuptergeschlecht war einer der Hauptbefürworter der Reformation im Glarnerland. Die Elmer Kirchgenossen bekannten sich im März 1528 zum neuen Glauben und verbrannten den Altar. Sie lösten sich 1595 von Matt, stellten einen eigenen Pfarrer ein und errichteten dieses Pfarrhaus, dessen nördliche Stube über 200 Jahre als Schullokal diente.Jürg Davatz: Elm. S. 10, 12, 26. Das Gebäude wurde 1980 restauriert und erhielt in Teilen eine neue Stulpschalung. Es steht unter dem Schutz von Bund und Kanton.Tafel rechts neben dem Eingang: Ehemaliges Pfarrhaus. Erbaut um 1595, als Elm den ersten Pfarrer anstellte. Zweiraumtiefer Blockbau mit einem quer zum First liegenden Mittelgang. Die nördliche Stube diente mehr als zwei Jahrhunderte als Schullokal. Neue Stülpschalung anlässlich der Restaurierung von 1980; unter den Schutz von Bund und Kanon gestellt.
Das gegenwärtige Pfarrhaus wurde 1807/1808 erbaut.Pfarrhaus. In: Jürg Davatz: Elm. S. 18, 23. Elm erhielt 1975 eine Auszeichnung im Wettbewerb des Europäischen Denkmalschutzjahrs des Europarats. Nach dem Wakkerpreis von 1981 wurde Elm 1988 in das Inventar der schützenswerten Ortsbilder nationaler Bedeutung (ISOS) aufgenommen.
Beschreibung Das Gebäude ist ein zweigeschossiger, zweiraumtiefer Strickbau. Der Mittelgang verläuft quer zum Dachfirst mit einem darüberliegenden Zwerchhaus. Die Ostfassade zeigt im Erdgeschoss linksseitig Reihenfenster in Zweiergruppen und rechtsseitig in der ehemaligen Schulstube ein Reihenfenster in Vierergruppe. Das «Brückli» ist zweiarmig und trägt ein haubenartiges Vordach über dem Zwischenpodest. Am Haus ist eine Informationstafel angebracht.
Siehe auch Liste der Kulturgüter in Glarus Süd
Literatur Jürg Davatz: Elm (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 302). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1981, ISBN 3-85782-302-X. S. 26.
Weblinks
Belege
Kategorie:Pfarrhaus in der Schweiz Kategorie:Bauwerk in Glarus Süd
Kategorie:Bauwerk aus Holz Kategorie:Erbaut 1595