mini|hochkant|Kirche Pausitz (Riesa) Die evangelische Kirche Pausitz ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Pausitz von Riesa im Landkreis Meißen in Sachsen. Sie gehört zum Pfarrbereich Hirschstein im Kirchenbezirk Meißen-Großenhain der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die Saalkirche mit mächtigem Turm wurde in den Jahren 1752–55 durch Johann Hoffmann aus Nossen und Hans Michael Kühne erbaut. Restaurierungen wurden in den Jahren 1835 und 1854 im Innern, im Jahr 1904 außen durchgeführt; Woldemar Kandler führte 1912 eine Instandsetzung und Ausmalung durch; 1979 erfolgte eine bauliche Reparatur.

Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit dreiseitig geschlossenem Chor und Satteldach. An der Nord- und Südseite erhellen hohe, schmale Korbbogenfenster das Innere. Der dreigeschossige Turm trägt ein achtseitiges Glockengeschoss mit schiefergedeckter Haube und Laterne.

Innen ist die Kirche flachgedeckt mit zweigeschossigen Emporen im Norden und Süden sowie eingeschossigen im Westen und Osten. Im Chorbereich sind Logen eingestellt.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Kanzelaltar aus dem Jahr 1803 mit einem von Säulen mit Kompositkapitellen gerahmten Korb; auf diesem sind Spiegel mit den gemalten Darstellungen des Weltenherrschers und der Evangelisten angeordnet. Die prachtvoll verzierte Sandsteintaufe aus dem Jahr 1760 ist mit einer gerundeten Kuppa und voluminösem Rankenschmuck am Fuß verziert.

Eine wertvolle, farbig gefasste, spätgotische Holzskulptur stellt den Heiligen Martin zu Pferde dar; sie stammt vermutlich aus einem Altarschrein vom Anfang des 16. Jahrhunderts und ist stilistisch den Arbeiten des Meisters des Döbelner Hochaltars verwandt. Ein großes, gefasstes hölzernes Kruzifix stammt ebenfalls vom Anfang des 16. Jahrhunderts.

Die Orgel ist ein Werk von Jehmlich aus dem Jahr 1912 mit 21 Registern auf zwei Manualen und Pedal, sie steht in einem erweiterten Gehäuse der Orgel von Johann Ernst Hähnel aus dem Jahr 1754.

An den Wänden sind figürliche Grabsteine des 16. bis 18. Jahrhunderts angebracht; davon hervorzuheben sind das Grabmal des Dietrich von Schleinitz († 1588) mit porträthaften Zügen und das farbig gefasste Sandsteinrelief mit der knienden Figur des Ehrenfried von Schleinitz († 1632).

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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