Die 4. Brigade Operativen Auftrags benannt nach Held der Ukraine Serhij Mychaltschuk (Militäreinheit Nr. 3018; , 4 БрОП, в/ч: 3018), besser bekannt als Rubisch-Brigade, ist ein Verband der Nationalgarde der Ukraine. Er untersteht dem ukrainischen Innenministerium. Der Verband wurde bekannt durch die Verteidigung und Zurückeroberung des Flughafen Kiew-Hostomel zu Beginn der russischen Vollinvasion 2022.

Geschichte Die Brigade wurde formel am 2. Juni 2015 aufgestellt, wobei die eigentliche Rekrutierung von Personal erst im Oktober erfolgte. Die Einheit wurde von ausländischen Militärberatern und Veteranen gemäß NATO-Standards ausgebildet, unter anderem von kanadischen Soldaten im Rahmen der Operation UNIFIER, zuletzt im Sommer 2021. Laut dem ukrainischen Innenminister Arsen Awakow sollte die Aufstellung der Brigade der erste Schritt zur Umwandlung der Nationalgarde in eine professionelle Truppe sein.

Russisch-Ukrainischer Krieg

mini|links|200px|Soldaten der Brigade 2016 Ab 2016 war der Verband aktiv im Krieg im Donbass beteiligt.

Die ersten Kampfhandlungen führte eine Kompanie der Brigade an der Verteidigungslinie im Rajon Stanytschno-Luhanske durch.

Im Jahr 2018 sicherte sie das Gebiet in und um Mariupol.

Am 21. August 2020 erhielt die Brigade den Ehrentitel benannt nach Held der Ukraine Serhij Mychaltschuk vom von Präsidenten, Wolodymyr Selenskyj. Feldwebel Serhij Mychaltschuk war ein Soldat der Brigade, der 2019 im Rajon Bachmut fiel.

Vollinvasion 2022

Die 4. Brigade war am 24. Februar in Kämpfe gegen einen Angriff russischer Luftlandetruppen in der Schlacht um den Flughafen Kiew-Hostomel am Stadtrand von Kiew in Hostomel verwickelt. Die zeitliche Reaktion und der folgende Gegenangriff der Brigade verhinderten am ersten Tag die Einnahme des Flughafens durch die russische Streitkräfte. So trugen die Soldaten des Verbandes direkt dazu bei, dass der Flughafen nicht für den Lufttransport weiterer Truppen und die Eroberung der Hauptstadt Kiew genutzt werden konnte.

Nach dem Rückzug der russischen Streitkräfte aus dem Norden der Ukraine wurde die 4. Brigade in die Ostukraine verlegt, um in der anhaltenden Offensive Russlands im Osten kämpfen. Dort war die Einheit an der Schlacht von Sjewjerodonezk beteiligt, wo sie einen Monat lang die Stadt verteidigte. Später im selben Jahr wurde die Einheit nach Bachmut verlegt, um an der Schlacht um Bachmut teilzunehmen. mini|200px|Brigadesoldaten mit einer Leleka-100-Drohne

Am 27. Juli 2022 erhielt der Verband die Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Anfang 2023 initiierte das Innenministerium ein Programm zur Aufstellung von Sturmbrigaden innerhalb der Nationalgarde, des Grenzschutzes und der Nationalpolizei, die sogenannte Offensive Garde. Diese Gründete sich auf Basis acht bereits bestehender Brigaden, darunter auch die 4. Brigade, die nun offiziell als Rubisch (| „Grenze“) bzw. Rubisch Brigade bekannt wurde.

Laut Innenministerium nahmen Späher der Brigade, am 1. Juli 2024, an einem nicht näher bezeichneten Ort mehrere Dutzend russische Soldaten, größtenteils mobilisierte Wehrpflichtige, gefangen.

Im November desselben Jahres wurden Teile des Verbands in der Nähe des Dorfes Stelmachiwka in der Oblast Luhansk eingesetzt.

Im Februar 2025 erklärte ein Vertreter der Brigade, dass ihre Bataillone für Gebiete an der Siversk-Front in der Nähe des Dorfes Bilohoriwka, an der Lyman-Front in der Nähe der Dörfer Jampoliwka und Kolodjasi sowie an der Kupjansk-Front in der Nähe der Dörfer Sahrysowe und Petropawliwka zuständig seien.

Um Juni 2025 waren Einheiten der Rubisch-Brigade noch immer an der Pokrowsk-Front als auch an der Siwersk-Front im Einsatz.

Frühjahr 2025 wurde der Verband Teil des neugegründeten und zweiten Korps der Nationalgarde, bekannt als Chartija-Korps.

Struktur 4. Brigade Operativen Auftrags Hauptquartier 25px 1. Bataillon Operativen Auftrags 25px 2. Bataillon Operativen Auftrags 25px 3. Bataillon Operativen Auftrags Freiheit 25px 4. Bataillon Operativen Auftrags Macht der Freiheit 25px Bataillon Unbemannter System Antares 25px Panzerkompanie 25px Unterstützungsbataillon 25px Versorgungsbataillon 25px Aufklärungskompanie Operativen Auftrags 25px Scharfschützenkompanie Operativen Auftrags 25px Kompanie für elektronische Kriegsführung 25px Panzerabwehrlenkwaffenkompanie 25px Sanitätskompanie 25px Artilleriedywision 25px Flugabwehrraketendywision

Kommandeure Oberst Oleksandr Woloschyn (2015–2017) Oberst Iwan Myropolskyj (2017–2022) Oberst Artem Iljuchin (2022–2024) Oberst Dmytro Buchalo (2024–2025) Oberst Serhij Sidorin (2025) Oberst Mykyta Plichun (seit 2025)

Siehe auch 16. Artilleriebrigade Brigade Asow

Einzelnachweise

Kategorie:Brigade (Ukraine) Kategorie:Gegründet 2015