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] Tillakaïna Koira Zéno (auch: Tilakeina, Tilakeyna, Tillakaïna, Tillakayna, Tillakayna Koira Zéno) ist ein Dorf in der Stadtgemeinde Tillabéri in Niger.

Geographie Das Dorf befindet sich etwa einen Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Tillabéri, der Hauptstadt des gleichnamigen Departements Tillabéri und der gleichnamigen Region Tillabéri. Das westliche Nachbardorf von Tillakaïna Koira Zéno ist das am Fluss Niger gelegene Tillakaïna Mébéri. Im System der traditionellen Herrschaft () unterstehen beide Dörfer dem Kantonschef () von Sakoïra.

Tillakaïna Koira Zéno ist Teil der Übergangszone zwischen Sahel und Sudan. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 400 und 500 mm.

Geschichte Tillakaïna gilt neben Daïkaïna als älteste dauerhafte Siedlung im Gebiet der späteren Stadtgemeinde. Die Siedlung Tillabéri entstand zwischen beiden Dörfern. Der deutsche Afrikaforscher Heinrich Barth, der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Gegend unterwegs war, erwähnte die Dörfer „Tilla-bēre“ und „Tilla-kaina“, die einem gemeinsamen „Amtmann“ namens ‘Othmān unterstanden.

Bei einer Untersuchung im Jahr 1986 wurden beim Befall mit der Saugwürmer-Art Schistosoma haematobium unter den 5- bis 14-Jährigen eine Prävalenz von 92,3 Prozent und bei der gesamten Dorfbevölkerung eine Prävalenz von 72,6 Prozent festgestellt. Laut einer Erhebung vom September 2022 lebten in Tillakaïna Koira Zéno 560 interne Vertriebene aus 100 Haushalten.

Bevölkerung Bei der Volkszählung 2012 hatte Tillakaïna Koira Zéno 2636 Einwohner, die in 362 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 1934 in 249 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 1932 in 244 Haushalten.

Im Dorf leben Angehörige der ethnischen Gruppe der Soudié.

Wirtschaft und Infrastruktur Bei Tillakaïna Koira Zéno erstreckt sich eines der vier für die Bewässerungsfeldwirtschaft ausgewiesenen Areale im Gebiet der Stadtgemeinde Tillabéri. Die drei weiteren befinden sich bei den Siedlungen Daïbéri, Daïkaïna und Toula. Hier werden Reis und Gemüse angebaut. Die Areale spielen eine herausragende Rolle für die lokale Wirtschaft. In Tillakaïna Koira Zéno werden außerdem Rinder für die Milchproduktion gehalten.

Durch das Dorf verläuft die asphaltierte Nationalstraße 1, die mit 1601,7 Kilometern längste Fernstraße Nigers. Tillakaïna Koira Zéno gehörte zu den ersten Siedlungen im ländlichen Gemeindegebiet von Tillabéri, die an das Stromnetz angeschlossen wurden. Es gibt eine Schule im Dorf.

Persönlichkeiten Bania Mahamadou Say (1935–2005), Autor

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Tillabéri Kategorie:Ort in Niger Kategorie:Ort in Afrika