mini|200px|Vicente Solano Lima (1974) Vicente Solano Lima (* 21. September 1901 in San Nicolás de los Arroyos, Provinz Buenos Aires; † 23. April 1984 in Buenos Aires) war ein argentinischer Rechtsanwalt und Politiker der Nationalen Demokratische Partei (PDN) beziehungsweise der Konservativen Volkspartei (PCP), der unter anderem von Mai bis Juli 1973 für 48 Tage Vizepräsident Argentiniens war.

Leben Vicente Solano Lima, Sohn von Manuel Lima und Regina Sánchez, begann nach dem Schulbesuch ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Buenos Aires UBA (Universidad de Buenos Aires) und nahm nach dessen Abschluss 1922 eine Tätigkeit als Rechtsanwalt auf. Er war zunächst zwischen 1919 und 1931 Mitglied der Konservativen Partei (Partido Conservador de Buenos Aires) sowie im Anschluss von 1931 bis 1958 Mitglied der Nationaldemokratischen Partei PDN (Partido Demócrata Nacional), für die er für die Provinz Buenos Aires zwischen 1932 und dem 19. Mai 1935 sowie erneut vom 25. April 1938 bis zum 2. Februar 1942 Mitglied der Abgeordnetenkammer (Cámara de Diputados de la Nación Argentina) war. Während der Amtszeit von Gouverneur Rodolfo Moreno war er zwischen dem 7. Januar 1942 und dem 13. April 1943 Innenminister (Ministerio de Gobierno) in der Regierung der Provinz Buenos Aires.

1958 gründete Lima die Konservative Volkspartei PCP (Partido Conservador Popular) und war als deren Vorsitzender Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen am 23. Februar 1958. Er erreicht mit seinem „Running Mate“ für das Amt des Vizepräsidenten, Horacio Maldonado, jedoch nur 49.784 Stimmen (0,61 Prozent) und den zehnten Platz. Nach einer Vereinbarung mit dem im Exil in Uruguay lebenden ehemaligen Staatspräsident Juan Perón, dessen erbitterter Feind er bis Jahre zuvor gewesen war, wollte er für die Nationale Volksfront FNP (Frente Nacional del Pueblo), ein Bündnis der PCP mit dem entwicklungsorientierten Flügel der Unbeugsamen Radikalen Bürgerunion UCRI (Unión Cívica Radical Intransigente) um Carlos Sylvestre Begnis als sein diesmaliger „Running Mate“, bei der Präsidentschaftswahl am 7. Juli 1963 wieder für das Amt des Staatspräsidenten kandidieren. Die Kandidatur von Carlos Sylvestre Begnis als sein Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten aufgestellt war, wurde jedoch von der kommissarischen Regierung des Senatspräsidenten José María Guido per Gesetzesdekret 4874 vom 19. Juni 1963 verboten.

Bei der Präsidentschaftswahl am 11. März 1973 war Lima wiederum für die Justizialistische Befreiungsfront FREJULI (Frente Justicialista de Liberación) selbst Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten als „Running Mate“ von Héctor José Cámpora, der mit 5.899.642 Stimmen (49,53 Prozent) zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Am 25. Mai 1973 übernahm er formell das Amt des Vizepräsidenten der Nation (Vicepresidente de la Nación Argentina) und bekleidete dieses 48 Tage lang bis zum gemeinsamen Rücktritt mit Cámpora am 13. Juli 1973, woraufhin Juan Perón erneut Staatspräsident und dessen zweite Ehefrau Isabel Martínez de Perón neue Vizepräsidentin wurden. Er zog sich daraufhin aus der Politik zurück und war vom 28. März bis zum 25. Juli 1974 noch Rektor der Universidad de Buenos Aires. Er war mit Munira Amura verheiratet und wurde nach seinem Tode auf dem Cementerio Municipal de San Nicolás de los Arroyos beigesetzt.

Literatur Germinal Nogués: Diccionario biográfico de políticos argentinos, Grupo Editorial Planeta, Buenos Aires 1989, S. 144, ISBN 950-9216-11-9 (Onlineversion (Auszug)) Paz nacional. Conversación con Vicente Solano Lima, Herausgeber Carlos Ibáñez, New 4 Tintas, Ciudad de La Plata 2014, ISBN 978-9-87336-4-839

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Vizepräsident (Argentinien) Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Argentinien) Kategorie:Mitglied des Partido Justicialista Kategorie:Rechtsanwalt (Argentinien) Kategorie:Person (Universidad de Buenos Aires) Kategorie:Universitätspräsident Kategorie:Argentinier Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1984 Kategorie:Mann