Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 2026 begannen am 18. April 2026 und endeten am 14. Juni 2026 mit dem 4:2-Sieg der Carolina Hurricanes über die Vegas Golden Knights. Die Hurricanes gewannen somit ihren zweiten Stanley Cup nach 2006 und stellten mit ihrem Kapitän Jordan Staal auch den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten wertvollsten Spieler der Playoffs. Die unterlegenen Golden Knights hingegen bestritten ihr drittes Endspiel in den letzten neun Jahren und hatten mit Mitchell Marner den Topscorer in ihren Reihen.

Die Buffalo Sabres qualifizierten sich erstmals seit 2011 wieder für die Playoffs und beendeten damit ihre Negativserie, halten mit 14 Spielzeiten ohne Playoff-Teilnahme jedoch weiterhin den NHL-Negativrekord. Dem gegenüber verpassten die Toronto Maple Leafs erstmals seit 2016 die Postseason, sodass die längste aktive Serie von aufeinanderfolgenden Playoff-Teilnahmen endete. Ferner verpassten die Florida Panthers als Titelverteidiger die Playoff-Teilnahme, was erstmals seit den Los Angeles Kings in der Saison 2015/16 geschah.

Modus Nachdem sich aus jeder Division die drei punktbesten Teams sowie die zwei Wildcard-Teams der jeweiligen Conference qualifiziert hatten, starteten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Die Divisionssieger trafen dabei in der ersten Runde auf die Wildcard-Teams der jeweiligen Conference, wobei der Divisionssieger mit den meisten Punkten auf das schlechtere der beiden Wildcard-Teams traf. Die übrigen Paarungen des Conference-Viertelfinals wurden divisionsintern unter den zweit- und drittplatzierten Teams ausgetragen.

Jede Conference spielte in der Folge im Conference-Viertelfinale, Conference-Halbfinale und im Conference-Finale ihren Sieger aus, der dann im Finale um den Stanley Cup antrat. Alle Serien jeder Runde wurden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigte. Das höher gesetzte Team hatte dabei in den ersten beiden Spiele Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hatte die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Eastern Conference wurde mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Western Conference erhielt die Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wurde. Zudem endete sie durch das erste Tor (Sudden Death) und nicht, wie in der regulären Saison üblich, mit einem Shootout.

Qualifizierte Teams Eastern Conference Atlantic Division A1: Buffalo Sabres A2: Tampa Bay Lightning A3: Canadiens de Montréal

Metropolitan Division M1: Carolina Hurricanes M2: Pittsburgh Penguins M3: Philadelphia Flyers

Wild Cards EWC1: Boston Bruins EWC2: Ottawa Senators Western Conference Central Division C1: Colorado Avalanche C2: Dallas Stars C3: Minnesota Wild

Pacific Division P1: Vegas Golden Knights P2: Edmonton Oilers P3: Anaheim Ducks

Wild Cards WWC1: Utah Mammoth WWC2: Los Angeles Kings

Playoff-Baum

Conference-Viertelfinale Eastern Conference (A1) Buffalo Sabres – (EWC1) Boston Bruins Bei ihrer ersten Playoff-Teilnahme seit 2011 setzten sich die Buffalo Sabres mit 4:2 gegen die Boston Bruins durch. Beide Teams trafen zum insgesamt neunten Mal in der Postseason aufeinander, zuletzt war dies 2010 der Fall gewesen. Beste Scorer der Serie, die bis auf die Eröffnungspartie nur Auswärtssiege sah, wurden Alex Tuch und Tage Thompson (Buffalo) sowie David Pastrňák (Boston) mit jeweils sieben Scorerpunkten. Nach zwei Partien wechselten die Sabres im Tor von Ukko-Pekka Luukkonen (82,5 % Fangquote) auf Alex Lyon (95,5 %), der dann statistisch auch sein Gegenüber Jeremy Swayman (90,6 %) übertraf.

(A2) Tampa Bay Lightning – (A3) Canadiens de Montréal Das Aufeinandertreffen der Tampa Bay Lightning und der Canadiens de Montréal ging als einzige Serie der ersten Runde über die volle Distanz von sieben Spielen, wobei sich die Canadiens mit 4:3 durchsetzten. Beide Mannschaften spielten dabei zum fünften Mal in den Playoffs gegeneinander, während sie zuletzt das Stanley-Cup-Finale des Jahres 2021 gegeneinander bestritten hatten. Nicht nur die Serie selbst gestaltete sich ausgeglichen und eng, auch jedes einzelne Spiel wurde mit nur einem Tor Unterschied entschieden, davon vier in der Overtime. Trotz der Niederlage stellte Tampa mit Brandon Hagel und Jake Guentzel die Topscorer der Serie, mit jeweils acht Punkten, während bei den Canadiens Nick Suzuki und Lane Hutson jeweils sechs Scorerpunkte verzeichneten. Auf der Torhüterposition übertraf der Rookie Jakub Dobeš auf Seiten Montréals sein Gegenüber Andrei Wassilewski allerdings deutlich, mit einer Fangquote von 92,3 %, während der Russe 89,7 % der Schüsse auf sein Tor parierte. Einen NHL-Rekord stellten die Canadiens in der siebten Partie auf, in der sie nur neun Schüsse aufs Tor Tampas abgaben, der geringste Wert, der einem Team jemals dennoch zu einem Playoff-Sieg gereicht hatte.

(M1) Carolina Hurricanes – (EWC2) Ottawa Senators Die Carolina Hurricanes, mit 113 Punkten bestes Team der Eastern Conference, setzten sich in der ersten Runde mit einem 4:0-Sweep gegen die Ottawa Senators durch. Die beiden Teams standen sich dabei zum ersten Mal in den Playoffs gegenüber. Offensiv überzeugten auf Seiten der Hurricanes vor allem Taylor Hall mit sieben Scorerpunkten und Logan Stankoven, der in jedem der vier Partien traf. Bester Scorer der Senators wurde Drake Batherson mit vier Punkten. Dem gegenüber zeigten beide Torhüter überdurchschnittliche Leistungen, so beendete Carolinas Frederik Andersen die Serie mit einer Fangquote von 95,2 %, einem Gegentorschnitt von 1,10 sowie einem Shutout. Linus Ullmark auf der Gegenseite parierte trotz der vier Niederlagen 93,2 % der Schüsse auf sein Tor, bei einem Gegentorschnitt von 2,03.

(M2) Pittsburgh Penguins – (M3) Philadelphia Flyers In der Metropolitan Division kam es erstmals seit 2018 wieder zum „Battle of Pennsylvania“ zwischen den Pittsburgh Penguins und den Philadelphia Flyers, wobei die Flyers mit einem 4:2-Erfolg in die nächste Runde einzogen. Offensiv überzeugte Philadelphia vor allem in der Breite, so verzeichneten alle bis auf zwei Feldspieler mindestens einen Scorerpunkt. Die besten Scorer beider Seiten verzeichneten jeweils fünf Zähler, Rasmus Ristolainen für die Flyers sowie Sidney Crosby für die Penguins. Im Tor der Flyers gelangen Daniel Vladař zwei Shutouts, während er 93,7 % der Schüsse auf sein Tor parierte. Die Penguins wiederum wechselten Mitte der Serie von Stuart Skinner (87,3 % Fangquote) zu Artūrs Šilovs (93,9 %).

Western Conference (C1) Colorado Avalanche – (WWC2) Los Angeles Kings In der ersten Runde traf die Colorado Avalanche als Gewinner der Presidents’ Trophy auf die Los Angeles Kings und setzte sich dabei deutlich mit einem 4:0-Sweep durch. Dies war das dritte Aufeinandertreffen beider Teams in den Playoffs, die Colorado bisher allesamt siegreich gestaltet hatte; zuletzt stand man sich 2002 im Conference-Viertelfinale gegenüber. Für die Avalanche überzeugten Nathan MacKinnon, Gabriel Landeskog und Artturi Lehkonen mit jeweils vier Scorerpunkten, ein Wert, den auf Seiten der Kings auch Alex Laferriere erreichte. Mit Tor übertraf Scott Wedgewood für Los Angeles mit einer Fangquote von 95,0 % sein Gegenüber Anton Forsberg (90,9 %) derweil deutlich. Die vierte und letzte Partie dieser Serie bedeutete zugleich das bereits zuvor angekündigte Karriereende von Anže Kopitar.

(C2) Dallas Stars – (C3) Minnesota Wild Zum dritten Mal trafen die Dallas Stars in den Playoffs auf die Minnesota Wild, wobei Minnesota mit einem 4:2-Erfolg den ersten Sieg nach zuvor zwei Niederlagen einfahren konnte. Zuletzt hatten sich beide Mannschaften im Jahre 2023 an gleicher Stelle gegenübergestanden. In einer offensiv geführten Serie erreichten letztlich drei Spieler mit neun Scorerpunkten den Bestwert: Matthew Boldy und Kirill Kaprisow für Minnesota und Matt Duchene für Dallas. Darüber hinaus überzeugten Quinn Hughes und Jason Robertson mit jeweils acht Punkten. Auf der Torhüterposition übertraf Jesper Wallstedt (92,4 % Fangquote) auf Seiten der Wild sein Gegenüber Jake Oettinger (89,3 %) deutlich.

(P1) Vegas Golden Knights – (WWC1) Utah Mammoth Mit den Vegas Golden Knights und den Utah Mammoth standen sich zwei der drei jüngsten NHL-Franchises gegenüber, was für Utah gar die erste Playoff-Serie überhaupt darstellte. Die Golden Knights zogen dabei als bestes Team der Pacific Division mit einem 4:2-Erfolg in die nächste Runde ein, nach zwischenzeitlicher 2:1-Führung für Utah. Offensiv überzeugten auf Seiten Vegas’ vor allem Jack Eichel (9 Scorerpunkte) und Mitchell Marner (7), während bei den Mammoth kein Akteur auf mehr als fünf Punkte kam. Auf der Torhüterposition begegneten sich Carter Hart (89,2 % Fangquote) und Karel Vejmelka (88,5 %) in etwa auf Augenhöhe.

(P2) Edmonton Oilers – (P3) Anaheim Ducks Zum dritten Mal in der Playoff-Historie trafen die Edmonton Oilers auf die Anaheim Ducks, nachdem sich die Mannschaften zuletzt im Jahre 2017 gegenübergestanden hatten. Anaheim setzte sich nun mit 4:2 gegen Edmonton als Stanley-Cup-Finalist der beiden Vorjahre durch. In einer offensiv geführten Serie – im Schnitt 7,8 Tore pro Spiel – wurde Edmontons Leon Draisaitl mit zehn Punkten Topscorer, gefolgt von Verteidiger Jackson LaCombe (9) auf Seiten der Ducks. Zudem überzeugten Cutter Gauthier und Kasperi Kapanen mit jeweils vier erzielten Treffern. Dem gegenüber blieben beide Torhüter hinter den Erwartungen zurück und begegneten sich insgesamt auf Augenhöhe, wobei Lukáš Dostál für Anaheim 87,4 % und Connor Ingram für Edmonton 87,6 % der Schüsse aufs Tor parierten.

Conference-Halbfinale Eastern Conference (A1) Buffalo Sabres – (A3) Canadiens de Montréal Zum achten Mal in der Playoff-Historie trafen die Buffalo Sabres auf die Canadiens de Montréal, zugleich zum ersten Mal seit 1998. Damals setzten sich die Sabres mit 4:0 durch, während nun die Canadiens durch einen knappen 4:3-Erfolg in die nächste Runde einzogen. Buffalo hatte mit seinem Kapitän Rasmus Dahlin den besten Scorer der Serie (10) in ihren Reihen, während Montréal vorrangig über die Kaderbreite überzeugte, so blieb nur ein Feldspieler ohne Scorerpunkt. Offensiv überzeugten bei den Canadiens Nick Suzuki (8 Punkte) und Alex Newhook (6 Tore). Alle Torhüter blieben bei einer Fangquote von unter 90 %, wobei sich Jakub Dobeš (Montréal) und Ukko-Pekka Luukkonen (Buffalo) mit jeweils 89,7 % gehaltener Schüsse genau auf Augenhöhe begegneten. Zu etwa gleichen Teilen setzten die Sabres aber auch auf Alex Lyon, der nur auf 84,7 % kam.

(M1) Carolina Hurricanes – (M3) Philadelphia Flyers Erstmals in der Playoff-Historie trafen die Carolina Hurricanes auf die Philadelphia Flyers, wobei Carolina mit einem 4:0-Erfolg ins Finale der Eastern Conference einzog. Den Hurricanes gelangen somit zwei Sweeps in Folge, was erstmals seit 1992 (Chicago und Pittsburgh) geschah. Zugleich begannen sie die Playoffs somit mit acht Siegen aus acht Spielen, was zuletzt den Edmonton Oilers in den 1985 gelungen war. Bester Scorer wurde Jackson Blake mit sieben Punkten, während Carolina vor allem defensiv überzeugte, so erzielten die Flyers über die vier Partien nur fünf Tore. Frederik Andersen parierte dabei 94,5 % der Schüsse auf sein Tor, bei einem Shutout in der ersten Partie. Daniel Vladař auf Seiten der Flyers beendete die Serie mit einer Fangquote von 90,4 %.

Western Conference (C1) Colorado Avalanche – (C3) Minnesota Wild