Tobias Götting (* 21. Mai 1966 in Bremen) ist ein deutscher Kirchenmusiker und Organist.

Leben Tobias Götting absolvierte sein Studium der Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Harald Vogel und Hans Christoph Becker-Foss (Orgel) sowie Heinz Hennig (Chorleitung) und Siegfried Strohbach (Tonsatz). Nach einem Privatstudium in Paris bei Naji Hakim im Jahre 1994 folgte eine Ausbildung als Klavierbegleiter und Kammermusiker in Hannover. Sein Konzertexamen legte er in Hamburg und Groningen bei Wolfgang Zerer ab. Er absolvierte Meisterkurse bei Louis Robilliard, Daniel Roth und Guy Bovet (Orgel) sowie Sergiu Celibidache (Dirigieren).

In den Jahren 1993 bis 1997 begleitete er den Knabenchor Hannover unter der Leitung von Heinz Hennig als Orgel- und Klavierbegleiter auf diversen Tourneen durch Europa, Russland und Südafrika sowie auf zahlreichen CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen. Seit 1996 ist Götting Kantor der Oldenburger Hauptkirche St. Lamberti. Im Oktober 2015 wurde er für sein langjähriges, überregionales Wirken mit dem Ehrentitel Kirchenmusikdirektor ausgezeichnet.Ausflug in das Reich eines Kirchenmusikers. In: kirchenradio-oldenburg.de. 9. Oktober 2015, abgerufen am 8. April 2026 – Radiobeitrag 23:37, hier: 4:32–6:20. Darüber hinaus gastiert er als Organist regelmäßig in Frankreich, wie z. B. in den Pariser Kirchen Notre-Dame, La Madeleine, La Trinité, der Kathedrale Saint-Louis in Blois oder der Kirche Notre-Dame de Cholet.

Im August 2026 wurde Tobias Götting für sein langjähriges Wirken um die kulturellen Belange in Oldenburg mit dem Großen Stadtsiegel ausgezeichnet. Zudem engagiert er sich als musikalischer Botschafter der Stadt Oldenburg für den kulturellen Austausch zwischen den Partnerstädten Cholet (Frankreich) und Kingston-upon-Thames (England).

Publikationen Literatur Was eine Singer-Nähmaschine mit Poulencs Orgelkonzert zu tun hat – Zur Entstehungsgeschichte von Poulencs Orgelkonzert in g-Moll. In: Ars Organi. Heft 3, 2024, ISSN 0004-2919, S. 163–165. Maurice Duruflé zum 100. Geburtstag. In: Ars Organi. Heft 2, 2002, ISSN 0004-2919, S. 86–88.

Diskografie Die Orgel von St. Lamberti Oldenburg – Tobias Götting, Orgel. Michael Brammann, 2011. Charles Gounod: Sacred choral music. Carus, 2005. Orgelportrait der romantischen Furtwängler & Hammer - Orgel. Sennheiser, 2003. François Couperin: Messe à l'usage des couvents, Thorofon, 1999. Antonín Dvořák / Maurice Duruflé: Messe D-Dur op. 86 / Missa „Cum Jubilo“ op. 11. Thorofon, 1997. Franz Liszt / Zoltán Kodály / Charles Marie Widor: Pange Lingua / Missa Choralis / Messe op. 36. Ars Musici, 1995. Maurice Duruflé / Louis Vierne: Requiem op. 9, Messe Solennelle op. 16. Ars Musici, 1994.

Weblinks

Website der Kirchenmusik an St. Lamberti Oldenburg Ausflug in das Reich eines Kirchenmusikers. Auf kirchenradio-oldenburg.de

Einzelnachweise

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