mini|alt=Foto einer Straße mit überwiegend vierstöckigen Wohnblöcken|Wohnblöcke in Adamstuen Adamstuen (auch Adamstua) ist ein Stadtviertel in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Das Wohnviertel liegt im Stadtteil St. Hanshaugen.

Lage und Bebauung Adamstuen schließt sich im Südwesten an das Ullevål-Universitätsklinikum an. Im Osten grenzt das Stadtviertel Lindern an, im Westen Fagerborg.

Aus dem Stadtviertel Bislett im Süden führt die Thereses gate in Richtung Nordosten durch Adamstuen. Sie zählt als eine der Hauptstraßen des Stadtteils St. Hanshaugen mit vielen Geschäften. Im Norden der Kreuzung der Thereses gate mit dem Ullevålsveien und dem Sognsveien befindet sich die Straßenbahnhaltestelle Adamstuen.

Im Stadtviertel befinden sich viele Wohnblöcke aus den 1920er- und 1930er-Jahren. Im Osten von Adamstuen befinden sich frühere veterinärwissenschaftliche Einrichtungen. An diese grenzt die Parkanlage Idioten an.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Stadtviertels geht auf ein Gut zurück, das aus dem Store Ullevål gård ausgegliedert wurde. Zu ihm gehörten 42 Hektar Grund. Es gehörte bis zu seinem Tod im Jahr 1807 dem Kaufmann Adam R. Steen. Ab 1861 war es im Eigentum von P. A. J. Berg, dem Schwiegervater von Ministerpräsident Emil Stang. Bergs Witwe verkaufte Adamstuen im Jahr 1892.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zu großen Veränderungen im heutigen Stadtviertel. So wurde Adamstuen im Jahr 1909 ans Straßenbahnnetz angeschlossen. Die Straßenbahn-Trasse über die Thereses gate endete im Norden des Viertels in einer Wendeschleife. Zwei Jahre später wurde das Gebiet von der Kommune gekauft, um für einen besseren Zugang zum Krankenhaus in Ullevaal sorgen zu können. Im selben Jahr entstand in Adamstuen das Veterinærinstituttet, eine für die Veterinärwissenschaft zuständige Verwaltungseinrichtung. Zuvor war dort eine Einrichtung für geistig behinderte Jungen, das Institutt for åndssvake gutter, untergebracht. Am selben Ort wurden in den 1920er-Jahren weitere tiermedizinische Einrichtungen gebaut, bis 1935 mit der Norges veterinærhøgskole eine Hochschule für Tiermedizin entstand.

Im Jahr 1925 wurde die Straßenbahnlinie weiter in den Norden bis in die Gartenstadt Ullevål (Ullevål Hageby) verlängert und die Wendeschleife in Adamstuen entfiel. Von 1927 bis 1975 befand sich in Adamstuen die Aufsichtsbehörde Statens Bilsakkyndige. Sie war für den Automobilverkehr zuständig und ging später im Statens vegvesen auf. Während der 1920er- und 1930er-Jahre entstanden in Adamstuen viele Häuserblöcke im Stil des nordischen Klassizismus der 1920er-Jahre.

Im Jahr 2021 zogen sowohl das Veterinærinstituttet als auch die Norges veterinærhøgskole in die Kommune Ås um. Im Jahr 2025 nahm mit der Oslo Nye Høyskole eine private Hochschule einen Teil der Gebäude in Benutzung.

Name Das Stadtviertel ist nach dem Kaufmann Adam R. Steen benannt, dem das Gebiet bis zu seinem Tod im Jahr 1807 gehörte.

Weblinks

Adamstuen im Store norske leksikon (norwegisch) Adamstuen im Oslo byleksikon (norwegisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtviertel von Oslo Kategorie:St. Hanshaugen