Dondușeni ist eine Stadt im Norden der Republik Moldau. Laut der Volkszählung von 2024 hatte Dondușeni ca. 6000 Einwohner. Die Stadt ist zudem Sitz bzw. Verwaltungszentrum (rumänisch: oraș-reședință) des Rajon Dondușeni.
Geschichte Die Geschichte der Stadt Dondușeni ist eng mit dem Bau der Eisenbahnlinie Bălți-Ocnița verbunden, der im Frühjahr 1888 begann und im Herbst 1893 abgeschlossen wurde. Die Ortschaft wuchs um den Ort herum und erhielt ihren Namen von einem nahegelegenen Dorf.
In den 1930er Jahren erlebte Dondușeni ein rasantes Wachstum. Die Stadt dehnte sich entlang der Bahnstrecke weiter aus und verfügte 1940 bereits über mehrere Straßen und über 1000 Einwohner. Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen führten zu entbehrungsreichen Zeiten in Dondușeni. Nach 1945 kam es zu einer lokalen Hungersnot und mehrere Bauern wurden nach Sibirien deportiert.
Ab den 1950er Jahren siedelten die Sowjets in der Ortschaft gezielt Industriebetriebe an. 1963 wurde Dondușeni zum Rajonszentrum erhoben und die Infrastruktur ausgebaut. Nach dem Zerfall der Sowjetunion emigrierten allerdings viele Bewohner und die Einwohnerzahl sank seitdem deutlich.
Demografie Laut der Volkszählung von 2024 betrug die Einwohnerzahl von Dondușeni 5987. 2024 war das Moldauische die Muttersprache von 50 % der Bevölkerung, vor der Russischen Sprache mit 23,7 %. Rumänisch sprachen 18,4 % und Ukrainisch knapp 7,7 %. Knapp 75,4 % der Bevölkerung bezeichneten sich als ethnische Moldauer, 13,7 % als Ukrainer, 4,3 % als Rumänen, 5,8 % als Russen und jeweils 0,2 % als Bulgaren und Roma. Volkszählung Einwohnerzahl198911.3982004 9.8012014 6.79120245.987
Wirtschaft Die Stadt wird von der Straße Otaci-Drochia und der Bahnstrecke Bălţi-Ocniţa durchquert, wodurch die Verkehrsanbindung gut ist. Die Stadt bildet ein Zentrum der regionalen Industrieproduktion.
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Siehe auch Liste der Städte in der Republik Moldau
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Kategorie:Ort in der Republik Moldau Kategorie:Rajon Dondușeni