Maschinen- und Anlagenmonteur war ein in der DDR gelehrter Ausbildungsberuf und wird heute zumeist als Berufsbild im Bereich der Errichtung von Industrieanlagen verwendet. Der Berufsabschluss galt gemäß dem Einigungsvertrag nach 1990 weiter. Auf Antrag wurden zum Beispiel im Land Berlin Berufsabschlüsse zum Maschinen- und Anlagenmonteur ausdrücklich anerkannt. Mit 3.356 Lehrlingen war dieser Ausbildungsberuf nach Instandhaltungsmechaniker und Elektromonteur 1989 der Beruf mit der größten Anzahl an Auszubildenden. Gegenwärtig werden mit diesem Berufsbild Tätigkeiten bezeichnet, die von der Montage und Installation einzelner Maschinen bis hin zur Montage, Inbetriebnahme und Demontage von Industrieanlagen reichen.
Struktur und Ausbildungsdauer Der Beruf wurde in der DDR mit verschiedenen Spezialisierungsrichtungen ausgebildet, wie Anlagenbau, Maschinenbau, Rohrleitungsbau, Waggonbau und Motorenbau. Voraussetzung für die Ausbildung war der Abschluss der 10. Klasse. Die Ausbildungsdauer betrug 2 Jahre. Es gab die Möglichkeit, diesen Beruf kombiniert mit der Erlangung des Abiturs zu erlernen. Die Ausbildungsdauer betrug in dieser Kombination 3 Jahre. So wurde zum Beispiel die Spezialisierungsrichtung Rohrleitungs- und Behälterbau von 1970 bis 1985 zur Ausbildung angeboten und die Spezialisierung Haushaltsgroßgeräteservice von 1980 bis 1985.
Arbeitsgebiete Aufgrund der Vielzahl von Spezialisierungsrichtungen lassen sich die Arbeitsgebiete nur grob beschreiben. Je nach Ausrichtung der konkreten Ausbildung reichen sie vom Bau, der Prüfung und Instandhaltung von großen Industrieanlagen über Schlosser- und Klempnerarbeiten bis hin zu Arbeiten für Elektroniker und Elektromechaniker.
Weblinks
Maschinen- und Anlagenmonteur, Berufsnummer 24 2 01 auf der Seite des Bundesinstituts für Berufsbildung Maschinen- und Anlagenmonteur bei Deutsche Digitale Bibliothek
Einzelnachweise
Kategorie:Ausbildungsberuf Kategorie:Technischer Beruf